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Private Kranken­­versicherung: Alles Wichtige zu den Kosten 2024

In der privaten Krankenversicherung (PKV) hängen die Kosten von mehreren Faktoren ab, die zum Teil sehr individuell sind. Die wichtigsten sind Ihr Alter und die vereinbarten Versicherungsleistungen. Für einen guten bis hervorragenden Schutz zahlt beispielsweise ein 35-Jähriger zwischen 325 Euro und 348 Euro monatlich, wie ein PKV-Vergleich des Wirtschaftsmagazins Focus-Money zeigt.

Da sich die Angebote doch um einige Euro deutlich unterscheiden, lohnt es sich, wenn Sie verschiedene Tarife der privaten Krankenversicherung miteinander vergleichen. Denn, warum zu viel bezahlen, wenn ein anderer Tarif, die gleichen Leistungen bietet und günstiger ist? Holen Sie sich ein persönliches Angebot und finden Sie schnell zu der PKV mit dem für Sie besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Sparpotenzial der PKV kennen

Im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung können Sie in der privaten eine Menge sparen.

Angenommen, Sie sind 30 Jahre alt, angestellt, kinderlos und verdienen über 5.000 Euro im Monat. Bei Ihrer Krankenkasse werden dann zwischen rund 500 Euro und fast 530 Euro fällig (inklusive Pflegebeitrag).

Die Kosten der aktuell günstigsten privaten Krankenversicherung belaufen sich auf rund 208 Euro im Monat (inklusive Pflegeversicherung). Mit einem Wechsel in die PKV reduzieren Sie Ihre Kosten ganz einfach um monatlich 300 Euro.

Sind Sie selbstständig und verdienen sehr gut, ist Ihre Ersparnis sogar noch höher.

Je mehr Sie also verdienen, desto attraktiver ist die PKV aus Kostensicht. Legen Sie zudem Wert auf ein spürbares Leistungsplus, lohnt sich ein Wechsel allemal.

Bedenken Sie, dass die Kosten der privaten Krankenversicherung unter anderem von Ihrer Gesundheit abhängen. Verschaffen Sie sich daher mithilfe eines unverbindlichen Angebots einen Überblick über Ihren individuellen Beitrag.

Infografik_PKV_Kosten_Vergleich_GKV

Beitragssatz für teuerste Krankenkasse: 16,59 Prozent zzgl. Pflegebeitrag für Kinderlose, Einkommen über Beitragsbemessungsgrenze; Günstigste PKV: siehe Fußnote*

Themen dieser Seite im Überblick
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    BEITRAGSBERECHNUNG

    Wie werden die Kosten eines PKV-Tarifs berechnet?

    Die Kosten für eine private Krankenversicherung hängen von mehreren individuellen Kriterien ab. So bestimmen

    -    das Eintrittsalter bei Versicherungsabschluss,
    -    der Gesundheitszustand, mögliche Vorerkrankungen und Krankheitsrisiken (Gesundheitsrisiko),
    -    der Beruf,
    -    die Selbstbeteiligung und
    -    der Leistungsumfang (Grundschutz-Tarif, Komforttarif, Premiumtarif, Krankentagegeld) die Höhe des Versicherungsbeitrages.

    Je älter Sie werden, desto mehr zahlen Sie für den Versicherungsschutz. Dies liegt auch daran, dass im Alter womöglich Vorerkrankungen vorliegen. Diese werden durch eine Gesundheitsprüfung beim Vertragsabschluss erfasst. Experten empfehlen daher den Abschluss bis zum 45. Lebensjahr.

    Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung ist Ihr Einkommen egal. Ihr Verdienst ist nur dann wichtig, wenn Sie angestellt sind. Denn dann ist der Wechsel in die PKV erst möglich, wenn Sie über der Verdienstgrenze von 69.300 Euro im Jahr verdienen (sogenannte Versicherungspflichtgrenze oder Jahresarbeitsentgeltgrenze).

    Darüber hinaus gibt es Unterschiede in der Beitragshöhe für Berufsgruppen wie Angestellte, Selbstständige, Beamte oder Studenten. Einige erhalten Zuschüsse, andere müssen alle Kosten aus eigener Tasche zahlen.

    Die PKV wird umso günstiger, je höher der von Ihnen vereinbarte Selbstbehalt ist. Mit ihm legen Sie fest, wie viel der Arzt- und Behandlungskosten Sie jährlich selbst übernehmen. Wählen Sie dabei eine Selbstbeteiligung, die Sie finanziell nicht überfordert.

    Manche Versicherer bieten PKV-Tarife mit Beitragsrückgewähr an. Reichen Sie innerhalb eines Jahres keine Rechnungen ein, erhalten Sie bis zu drei Monatsbeiträge zurück.

    Tipp: Welche Versicherungsunternehmen entsprechende Tarife im Angebot haben, finden Sie schnell mithilfe eines Experten heraus. Er schlägt Ihnen unverbindlich unterschiedliche private Krankenversicherer vor, die sowohl hinsichtlich der Kosten als auch der Leistungen zu Ihren Ansprüchen passen.

    PKV Beitragsanpassungen 2024 und Beitragsentwicklung

    Rund jeder zweite Privatversicherte erhält für 2024 eine Beitragserhöhung. Im Schnitt beträgt die Anpassung sieben Prozent und liegt damit über dem Wert von 2023, wo es durchschnittlich drei Prozent teurer wurde. Alle Infos dazu finden Sie hier. Möchten Sie dagegen mehr zur Beitragsentwicklung der letzten Jahre erfahren, finden Sie an dieser Stelle weitere Informationen.

    BERUFE

    Was kostet eine private Krankenversicherung je nach Beruf?

    Abhängig davon, ob Sie Angestellter, Beamter, Selbstständiger oder einer anderen Berufsgruppe zugehörig sind, variieren die Kosten der privaten Krankenversicherung:

    Privatversicherten Arbeitnehmern zahlt der Arbeitgeber einen Zuschuss zur PKV in Höhe von 50 Prozent, zusammen mit dem Gehalt. Dieser ist auf den GKV-Höchstbeitrag gedeckelt. 2024 bedeutet dies, dass der Arbeitgeberzuschuss höchstens 421,76 Euro im Monat beträgt.

    Ein Beispiel: Liegen die Kosten Ihrer PKV bei 500 Euro, erhalten Sie vom Chef einen Zuschuss von 250 Euro. Betragen sie 900 Euro, zahlt Ihr Arbeitgeber nicht mehr als rund 422 Euro. Die restlichen 478 Euro gehen auf Ihre Rechnung.

    Als Beamter erhalten Sie Beihilfe von Ihrem Dienstherrn, sodass Sie nur noch 50 Prozent Ihrer Krankheitskosten absichern müssen. Die PKV bieten Ihnen Beihilfe-Tarife, auch Restkostentarife genannt, die sehr wenig kosten. Die Beihilfe gilt auch für Kinder. Entscheiden Sie sich für die GKV, besteht oftmals kein Zuschussanspruch.

    Ein Beispiel: Top-Tarife im Test von Focus-Money kosten für Beamte keine 300 Euro im Monat.

    Je mehr Sie als gesetzlich versicherter Selbstständiger  verdienen, desto mehr zahlen Sie für Ihre Krankenkasse Bei kleinem Verdienst gilt ein Mindestbeitrag. Der privaten Krankenversicherung sind Ihre Einnahmen dagegen unwichtig. Das Sparpotenzial ist entsprechend groß.

    Die monatlichen Kosten werden hauptsächlich davon bestimmt, welche Leistungen Sie sich wünschen. So bietet Ihnen die PKV ein Leistungsplus zu vergleichbaren oder gar niedrigeren Kosten als in der GKV.

    Sind Studenten nicht mehr über die Familienversicherung oder die studentische Krankenversicherung abgesichert, müssen sie sich freiwillig gesetzlich versichern.

    Studierende zahlen dann den monatlichen Mindestbeitrag von 164,97 Euro zuzüglich Zusatzbeitrag und Pflegeversicherung. Die PKV-Kosten für spezielle Studententarife beginnen dagegen schon ab rund 90 Euro.

    In der privaten Krankenversicherung brauchen Kinder eine eigene Absicherung. Ist ein Elternteil verbeamtet, können Eltern ihren Nachwuchs durch den Beihilfezuschuss schon für rund 40 Euro im Monat absichern. Ohne Beihilfeanspruch beginnen die Kosten eher bei 100 Euro.

    Als privatversicherter Rentner haben Sie Anspruch auf einen 50-prozentigen Zuschuss zu den PKV-Kosten von Ihrem Rentenversicherungsträger. Diesen müssen Sie beantragen, bestenfalls direkt mit Ihrer Rente. Nach oben hin ist der Zuschlag gedeckelt. Maximal bekommen Sie 8,15 Prozent Ihrer Rente als Beitragszuschuss.

    Tipp: Insbesondere wenn Sie zu den Gutverdienern zählen, sollten Sie sich näher mit der privaten Krankenversicherung beschäftigen. Denn Ihre Kosten liegen sehr wahrscheinlich unter denen Ihrer gesetzlichen Krankenkasse.

    Was die GKV im Vergleich zur PKV kostet, zeigt die folgende Tabelle.

    Übersicht: Kostenunterschiede zwischen den Berufsgruppen

    Berufs­gruppe
    Ange­stellter (35 Jahre, 5.400 Euro) Ab 255 Euro 421,76 Euro
    Beamtin (30 Jahre, A7: 3.000 Euro) Ab 244 Euro 489 Euro
    Beamter (35 Jahre, A 10: 3.600 Euro) Ab 253 Euro 586,80 Euro
    Selbst­ständiger (25 Jahre, 2.500 Euro) Ab 417 Euro 407,50 Euro
    Selbstständige (35 Jahre, 4.000 Euro) Ab 510 Euro 652 Euro

    Quelle: Eigene Recherchen mit dem PKV-Beitragsrechner, die PKV-Kosten beziehen sich auf einen Tarif ohne Selbst­behalt, mit guten Zahn­leis­tungen, Zweibett­zimmer & Chefarzt, die Krankenkassenkosten auf eine Kasse mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag.

    Bitte beachten Sie: Eine günstige private Krankenversicherung kann Ihnen ein hohes Leistungsniveau bieten. Es gibt jedoch auch preiswerte Anbieter, bei denen die Leistungen ausbaufähig sind. Achten Sie daher bei der Wahl auf eine Versicherung, bei der Sie gut abgesichert sind und das zu einem fairen Preis.

    KOSTENERSTATTUNG

    Wie werden die Kosten für Behandlungen erstattet?

    Für den Krankenhausaufenthalt haben Versicherungsnehmer eine Klinik-Card, auf der vermerkt ist, was ihr Vertrag umfasst. So bekommen Sie beispielsweise sofort das gewünschte Ein- oder Zweibettzimmer oder die Behandlung durch den Chefarzt. Die Kosten rechnet die Klinik direkt mit dem Versicherungsunternehmen ab.

    Lassen Sie sich ambulant vom Arzt, Zahnarzt oder Heilpraktiker behandeln, erhalten Sie eine Rechnung. In der Regel haben Sie eine Zahlungsfrist von vier Wochen. Diese Zeit reicht aus, um die Rechnung an die Versicherung weiterzuschicken. Diese erstattet die Behandlungskosten dann umgehend auf Ihr Konto. Sie bezahlen erst jetzt den Arzt und brauchen somit nicht in Vorleistung zu treten.

    Gibt es nur eine kurze Frist zur Zahlung, gehen Sie besser in Vorkasse und bezahlen die Rechnung zunächst selbst und reichen sie anschließend ein, sodass die private Krankenversicherung die Kosten erstattet.

    Medikamente bezahlen Privatversicherte gleich in der Apotheke. Die Quittung darüber reichen sie einfach bei ihrer PKV ein, der Betrag fließt auf ihr Konto. Sind die Kosten – etwa für spezielle Medikamente – sehr hoch, ist es ratsam, die Erstattung im Vorfeld mit der Versicherung zu klären. In aller Regel findet sich eine einvernehmliche Lösung.

    Sind Sie unsicher, was im Einzelfall erstattet wird? Oder versucht ein Arzt, eine spezielle Zusatzvereinbarung zu treffen? Dann halten Sie auf jeden Fall Rücksprache mit Ihrer Krankenversicherung. Hierzu bieten alle Privatversicherer eigene Service-Hotlines an.

    Übrigens: Sollten Sie sich mit Ihrer Krankenversicherung über eine Kostenübernahme streiten, haben Sie die Möglichkeit, sich an den PKV-Ombudsmann zu wenden. Er schlichtet kostenlos zwischen den Parteien.

    Welche Kosten sollte die private Krankenversicherung unbedingt erstatten?

    Als Privatpatient stellen Sie sich Ihren Versicherungsschutz individuell zusammen. Legen Sie beispielsweise großen Wert darauf, dass Sie bei Zahnersatz möglichst wenig aus der eigenen Tasche zahlen müssen, können Sie einen entsprechend starken Tarif bei den Zahnleistungen wählen. Je mehr Ihre private Krankenversicherung leistet, desto höher sind die Kosten.

    Generell sollten Sie auf ein Mindestmaß an Leistungen nicht verzichten. Andernfalls drohen Sie an einen Billigtarif zu geraten, der zwar wenig kostet, aber auch wenig leistet.

    Die wichtigsten Punkte sind:

    • Im Krankenhaus mindestens Zweibettzimmer
    • Transport zum Krankenhaus
    • Vorsorgeuntersuchungen (wie Hautkrebs, Prostata und Gebärmutter)
    • Zahnersatz mindestens 65 Prozent der Kosten, Zahnbehandlung mindestens 90 Prozent
    • Hilfsmittel wie orthopädische Einlagen mindestens 75 Prozent
    • Arzthonorar bis zum 3,5-fachen Gebührensatz der GOÄ (Gebührenverordnung der Ärzte)
    • Krankentagegeld für Selbstständige und Freiberufler
    • Psychotherapie
    • Kur und Reha-Leistungen

    Wollen Sie das Mindestmaß ausbauen und lieber einen Premiumtarif abschließen, gelingt Ihnen das beispielsweise mit der Übernahme von Chefarztbehandlungen und der freien Krankenhauswahl.

    Im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung ist das Leistungsniveau in der privaten Krankenversicherung höher. Dies liegt vor allem daran, dass Kassenpatienten nur auf die Regelversorgung Anspruch haben, die durch einen starren Leistungskatalog vorgegeben wird. Bis neue Behandlungsmethoden aufgenommen werden, kann es dauern. Die PKV zeigt sich dagegen deutlich offener.

    Tipp: In unseren Ratgeber-Artikeln, die Sie hier alphabetisch sortiert finden, haben wir für Sie zusammengefasst, welche Kosten bestimmte Krankheiten, Heilmethoden und Operationen verursachen und wie diese von der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung erstattet werden.

    Therapien, OPs & weitere Leistungen von:

    In der PKV gilt das sogenannte Äquivalenzprinzip. Abhängig von Ihrem individuellen Gesundheitsrisiko zahlen Sie einen bestimmten Beitrag. Die gesetzliche Krankenversicherung arbeitet wiederum nach dem Solidarprinzip (auch Solidaritätsprinzip) – abhängig vom Einkommen leistet jeder Versicherte einen Anteil. Dabei regelt die Beitragsbemessungsgrenze bis zu welchem Verdienst die Versicherungsbeiträge gezahlt werden. Verdienen Sie beispielsweise mehr als 5.200 Euro brutto im Monat, wird der Krankenkassenbeitrag nur bis zu einer monatlichen Einkommensgrenze von 5.175 Euro (Stand 2024) berechnet.

    GRÜNDE

    Warum steigen in der privaten Kranken­versicherung die Kosten?

    Medizinischer Fortschritt und damit einhergehend modernere Behandlungsmethoden sowie eine alternde Gesellschaft führen dazu, dass die Gesundheitsausgaben sowohl in der GKV als auch in der PKV steigen. Dies zieht in beiden Krankenversicherungssystemen Beitragsanpassungen nach sich.

    Dabei zeigen Statistiken des PKV-Verbands, dass die Erhöhungen in der GKV zwischen 2012 und 2022 über denen in der privaten Krankenversicherung liegen. Dennoch sind es meist die negativen Berichte über drastische Beitragssprünge, die in den Medien zu lesen sind und die im Kopf bleiben.

    Der Grund für die sprunghafte Anpassung der PKV-Kosten geht auf gesetzliche Vorgaben zurück. Sie legen fest, wann die Beiträge angepasst werden dürfen. Dies ist der Fall, wenn

    1)    die Ausgaben für Versicherungsleistungen mindestens zehn Prozent über dem ursprünglich kalkulierten Wert liegen. In einigen Tarifen ist auch ein niedriger Schwellenwert vorgesehen.

    2)    die Sterbewahrscheinlichkeit um mehr als fünf Prozent vom kalkulierten Wert abweicht.

    Während die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung regelmäßig in kleinen Schritten angepasst werden, ist dies durch die Regelungen in der PKV nicht möglich.

    Ein weiterer Grund, warum die Kosten in der Krankenversicherung steigen können, ist der sogenannte Rechnungszins. Mit diesem werden die sogenannten Altersrückstellungen (auch Alterungsrückstellungen) verzinst. Sinkt der Rechnungszins, müssen die Rückstellungen und somit der Beitrag erhöht werden.

    Steigende Beiträge im Alter abfedern

    Je älter Sie werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie zum Arzt müssen. Die Versicherer gehen also davon aus, dass die Behandlungskosten mit dem Alter zunehmen. Um dies aufzufangen, müssten die Kosten deutlich steigen. Damit die private Krankenversicherung jedoch bezahlbar bleibt, zahlen Sie mit Ihrem monatlichen Beitrag Altersrückstellungen.

    Elektronische Patientenakte

    Jüngere Mitglieder zahlen so mehr, als sie für ihr gegenwärtiges Gesundheitsrisiko müssten. Die Rückstellungen werden verzinslich angelegt und bei steigendem Krankheitsrisiko im Alter langsam aufgelöst.

    Infografik_PKV_Kosten_senken

    WIE STEIGENDEN PKV-KOSTEN VERHINDERN?

    Was können Sie tun, um Ihren Beitrag stabil zu halten?

    Sollten Ihre Beitragskosten für die PKV steigen, haben Sie verschiedene Optionen, diesen stabil zu halten.

    Prüfen Sie Ihren Selbstbehalt (Selbstbeteiligung)

    Je mehr Sie bereit sind, für Behandlungen, Medikamente und Co. aus der eigenen Tasche zu zahlen, ehe Ihre Krankenversicherung einspringt, desto geringer sind Ihre Kosten für den Versicherungsschutz.

    Prüfen Sie Ihre Leistungen

    Gegebenenfalls sieht Ihr Tarif Kostenerstattungen vor, die Sie nicht brauchen (zum Beispiel reicht Ihnen im Krankenhaus ein Zweibett- statt ein Einbettzimmer). Diese können Sie abwählen. Aber Achtung: Einmal gestrichene Leistungen werden nur gegen eine erneute Gesundheitsfragen bzw. -prüfung wieder in den Vertrag aufgenommen.

    Prüfen Sie Ihre Risikozuschläge

    Lagen bei Vertragsabschluss Vorerkrankungen vor, berechnet der Versicherer wahrscheinlich einen Risikozuschlag. Hat sich Ihre Gesundheit in der Zwischenzeit verbessert, können Sie bei Ihrer Krankenversicherung nachhaken, ob der Zuschlag noch notwendig ist.

    Prüfen Sie einen Tarifwechsel

    Oftmals bieten die Versicherer mehrere Tarife mit gleichem Leistungsniveau an. Bei einem Wechsel beim gleichen Anbieter gehen weder Ihre Rückstellungen für das Alter verloren noch müssen Sie erneut Gesundheitsfragen beantworten.

    Wählen Sie einen Beitragsentlastungstarif

    Entscheiden Sie sich frühzeitig für einen Entlastungstarif. Damit zahlen Sie in den Jahren mit besserem Einkommen etwas mehr für Ihre Versicherung. Das Geld nutzt diese später, um Beitragserhöhungen im Alter abzumildern.

    Zuschuss sichern

    Rentner, die die gesetzliche Rente beziehen, können einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung beantragen (50 Prozent des gesetzlichen Krankenkassen-beitrags).

    Basis- und Standardtarif nutzen

    Abhängig davon, wie lange sie schon privat versichert sind, bietet Ihre private Krankenversicherung einen Basistarif oder Standardtarif an. Dort gibt es einen Höchstbeitrag, sodass die Kosten gedeckelt sind. Das Leistungsniveau entspricht dabei dem der gesetzlichen Krankenversicherung.

    Tipp: Lassen Sie sich bei der Suche nach der für Sie besten Krankenversicherung von einem Versicherungsexperten unterstützen. Dieser kennt sich nicht nur mit typischen Stolperfallen bei der Anbieterwahl und beim Vertragsabschluss aus, sondern kann Sie auch über besonders beitragsstabile Versicherer informieren.

    FAQ

    Fragen und Antworten zu den PKV Kosten

    Eine private Krankenversicherung kann grundsätzlich jeder abschließen, der nicht versicherungspflichtig, sondern versicherungsfrei ist. Dazu gehören Beamte, Selbstständige oder Studenten.

    Die exakte Höhe des PKV-Beitrags richtet sich nach dem Alter, Gesundheitszustand, gewünschten Leistungen und dem Beruf.

    Die Höhe der Kosten in der PKV richten sich zum einen nach den vereinbarten Leistungen. Desto besser diese sind, umso höher sind in der Regel die Beiträge. Zum anderen sind das Alter und der Gesundheitszustand beitragsrelevant.

    Generell sind Mitglieder in der PKV in allen europäischen Ländern krankenversichert (Europageltung). Bei Auslandsaufenthalten außerhalb von Europa gibt es häufig eine zeitliche Begrenzung von einem Monat.

    Nein. Das sogenannte Solidarprinzip gilt in der gesetzlichen Krankenversicherung. In der privaten Krankenversicherung zahlen Versicherte nur ihre Kosten.

    Laut der Stiftung Warentest sind Kündigung und Anbieterwechsel keine optimale Lösung. Vielmehr können Versicherte über einen Tarifwechsel beim selben Anbieter nachdenken. Häufig gibt es wesentlich günstigere Angebote mit ähnlichen Leistungen.

    Prinzipiell können die Monatsbeiträge für die PKV steuerlich abgesetzt werden. Die Beiträge zur Pflegeversicherung werden dabei vollständig berücksichtigt. Bei der Krankenversicherung gilt die steuerliche Absetzbarkeit nur für die Basiskrankenversicherung. Diese Leistungen entsprechen annähernd denen in der gesetzlichen Krankenversicherung. Einen entsprechenden Nachweis erhalten sie von der Versicherungsgesellschaft

    Je nach Berufsgruppe profitieren Sie von verschiedenen Kostenvorteilen in der PKV.

    Arbeitnehmer: Arbeitgeber übernehmen 50 Prozent der PKV-Kosten.

    Beamte: Erhalten einen sogenannten Beihilfezuschuss vom Dienstherrn. Entsprechende PKV Beihilfe-Tarife fallen günstig aus.

    Selbstständige: Die Kosten in der PKV richten sich nach dem gewünschten Leistungsumfang.

    Der Begriff Vollversicherung mag irritieren. In welchem Umfang die Kosten beim Arzt und Co. übernommen werden, hängt vom Vertrag ab. Beispiel Zahnersatz: Einige Anbieter ermöglichen einen 100-prozentige Erstattung der Kosten, andere nur 80 Prozent oder 50 Prozent. Der Name Vollversicherung garantiert daher keine vollständige Kostenübernahme.

    In der PKV orientieren sich die Kosten am gewünschten beziehungsweise benötigten Leistungsumfang, am Gesundheitszustand, am Beruf und am Alter.

    So ist eine private Krankenversicherung für einen 35-jährigen Angestellten ab circa 255 Euro zu haben.

    Ja, der Arbeitgeber beteiligt sich grundsätzlich an den PKV-Kosten. Damit Sie von diesem Zuschuss von Höhe von 50 Prozent profitieren, müssen Sie bei Ihrem Arbeitgeber einen Versicherungsnachweis einreichen.

    Nicht selten wird den PKV-Versicherten ihre Versicherung mit der Zeit zu teuer. Diese Möglichkeiten helfen, den PKV-Beitrag aktiv zu senken:

    • Wechsel in einen günstigeren Tarif
    • Wechsel in die GKV
    • Erhöhung des Selbstbehaltes
    • Leistungen reduzieren

    Das Gesundheitswesen unterliegt einem stetigen Wandel. Es wird unentwegt an neuen Behandlungs- und Operationsmethoden gearbeitet, dazu erblicken neue und auch teurere Medikamente das Licht der Welt. Gleichzeitig steigen die Ausgaben für ambulante und Krankenhausbehandlungen.

    Haben Sie einen Tarif mit Beitragsrückgewähr vereinbart, wird Ihnen ein Teil Ihrer Beiträge zurückerstattet, wenn Sie ein Jahr lang keine Arzt- oder Krankenhausrechnungen bei Ihrem Versicherungsanbieter vorgelegt haben. Meist geschieht die Rückzahlung in der zweiten Jahreshälfte.

    Privatpatienten bekommen nach einer abgeschlossenen ärztlichen Behandlung eine Rechnung ausgehändigt. Diese bezahlen sie zunächst selbst und reichen sie anschließend bei ihrer Versicherung ein. Viele Anbieter ermöglichen es mittlerweile auch, die Rechnung auf digitalem Weg - also eingescannt oder abfotografiert - einzureichen.

    Die PKV leistet auch bei künstlicher Befruchtung. Nicht selten werden sogar die vollen 100 Prozent der Kosten übernommen. Dies hängt jedoch vom einzelnen Tarif ab. Können Sie nachweisen, dass die Unfruchtbarkeit organisch bedingt ist, erstattet die PKV die Kosten - ohne Weiteres - aller Behandlungsmaßnahmen.

    Die konkreten Kosten im Alter hängen speziell von folgenden Faktoren ab:

    • Höhe der während der Laufzeit gebildeten Altersrückstellungen
    • Umfang des gewählten Versicherungsschutzes
    • Eintrittsalter

    Es gibt mittlerweile viele Versicherungsanbieter, welche die Heilpraktikerkosten in voller Höhe übernehmen. Allerdings müssen Sie den entsprechenden Baustein gegebenenfalls auswählen.

    Während einige Versicherungen diese Erstattung in den Volltarif integriert haben, gibt es andere, bei welchen Sie eine Zusatzversicherung für die Kostenübernahme beim Heilpraktiker abschließen können.

    Der Versicherer muss Sie über folgende Kosten im Rahmen seiner Informationspflicht bei Versicherungsverträgen informieren:

    • Kosten, die zusätzlich zur Prämie entstehen (zum Beispiel Abschlusskosten)
    • Andere Kosten, die aus besonderem Anlass entstehen können
    • Kosten für den Verwaltungsaufwand

    Die Gesamtkosten sind als ein einheitlicher Betrag bei Vertragsabschluss anzugeben.

    Je nachdem, für welchen Tarif Sie sich entscheiden, werden die Kosten für Heilpraktikerbehandlungen von Ihrer privaten Krankenkasse abgedeckt.

    Grundsätzlich gilt in der PKV, dass Sie sich vor Vertragsabschluss konkret für Leistungen entscheiden, für die Ihre Versicherung bei Beanspruchung aufkommt.

    Die private Krankenversicherung versucht, die Beiträge im Alter durch die Bildung von Rückstellungen stabil zu halten. Dennoch sorgen der medizinische Fortschritt sowie die alternde Bevölkerung dafür, dass die Kosten altersbedingt steigen. Ein größerer Behandlungsaufwand bedeutet dagegen nicht, dass Sie mehr zahlen müssen.

    In der PKV richten sich die monatlichen Kosten nicht nach dem Einkommen des Versicherten, sondern nach diesen Kriterien:

    • Alter
    • Gesundheitszustand
    • Beruf
    • gewünschter Leistungsumfang.

    Jeder PKV-Beitrag wird dementsprechend individuell vom Anbieter berechnet. Einen Mindestbeitrag gibt es nicht.

    Der PKV-Beitrag ist so ausgelegt, dass Sie mit einem Teil davon Rückstellungen bilden. Diese federn altersbedingte Beitragssteigerungen ab. Je früher Sie sich versichern, desto größer ist das von Ihnen angesparte Polster. Da sich die Medizin jedoch immer weiterentwickelt und Behandlungen teurer werden, sind Beitragsanpassungen im Alter dennoch üblich.

    Wann ihre Beiträge angepasst werden dürfen, ist streng geregelt. Einmal vereinbarte Leistungen dürfen die Anbieter jedoch nicht kürzen. Dieses Recht haben nur Sie als Versicherter.

    Mit dem Ende des Arbeitslebens steht so manch einem PKV-Mitglied nicht selten auch weniger Geld zur Verfügung. Sie können dann durch einen internen Tarifwechsel Geld sparen. Alternativ steht der Standardtarif beziehungsweise Basistarif bereit.

    Nein, die Beiträge für die private Krankenversicherung sind völlig losgelöst vom Verdienst des Versicherten. Für die exakte Beitragsberechnung spielen Kriterien wie das Alter, der Beruf, der gesundheitliche Zustand sowie der präferierte Leistungsumfang eine entscheidende Rolle.

    Kommt Ihnen die Kostenanpassung Ihres Versicherers ungerecht vor, können Sie prinzipiell zwei Wege einschlagen:

    • Weg 1: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht prüft, ob die Versicherung den gesetzlichen Voraussetzungen für die Beitragserhöhung nachgekommen ist.
    • Weg 2: Im Worst-Case können Sie sich auch für den Rechtsweg entscheiden.
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    Jenny Gebel Online Redakteurin bei Krankenversicherung.net

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    Online-Redaktion

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      Aktualisiert am 3. Januar 2024

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    *Im Vergleich zur gesetzlichen Krankenkasse spart Max Mustermann (Angestellter, 30 Jahre alt, keine Kinder) mit der privaten Krankenversicherung mehr als 40 Prozent. Sein Einkommen liegt bei 70.000 Euro im Jahr. Davon gehen 6.799,95 Euro an die Kranken- und Pflegekasse (Beitragssatz Krankenkasse 17,3 Prozent, Beitragssatz Pflegeversicherung 4 Prozent, Arbeitgeberanteil bereits berücksichtigt).

    Die günstigste PKV kostet ihn monatlich 207,75 Euro (Beispielrechnung der HanseMerkur, Tarif „KVS1, PSV, T43, PVN“ mit Zweibettzimmer, Selbstbehalt 500 Euro, Pflegepflichtversicherung, kein Krankenhaustagegeld, Krankentagegeld von 75 Euro ab 43. Tag; Arbeitgeberzuschuss wurde berücksichtigt. Stand: Januar 2024). Im Jahr sind das 2.493 Euro und damit über 40 Prozent weniger als in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Berechnung stellt ausschließlich die Tarifkosten bei Vertragsabschluss dar. Mit steigendem Alter können höhere Monatsbeiträge fällig werden.

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