Kranken­kassen­beiträge und Beitrags­­änderungen auf einen Blick.

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Wie hoch ist der Kranken­kassen­beitrag 2022?

Der Krankenkassen­beitrag liegt generell bei 14,6 Prozent des Einkommens. Die Kassen können jedoch einen individuellen Zusatzbeitrag festlegen. Daher schwankt der tatsächliche Krankenkassen­beitrag 2022 je nach Bundesland zwischen 14,95 Prozent und 17,1 Prozent. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt 2022 - genau wie im Vorjahr - bei 1,3 Prozent. Im Vergleich zu 2020 ist er jedoch um 0,2 Prozent höher.

Durch die Coronakrise werden die negativen Bilanzen der Krankenkassen weiter verstärkt. Im letzten Jahr sind die Ausgaben pro Versicherten stark gestiegen. Dieser Trend geht durch die Mehrausgaben der aktuellen Coronakrise noch weiter. Dank zusätzlicher Bundeszuschüsse ist es den Kassen möglich, den Zusatzbeitrag für 2022 weiterhin stabil bei 1,3 Prozent zu halten. Ob dies auch in den folgenden Jahren funktioniert, oder ob eine Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen doch saftige Beitragserhöhungen nach sich zieht, ist noch offen.

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    Beiträge 2021/2022

    Krankenkassen­beiträge: Welche Krankenkassen haben ihre Beiträge geändert?

    Wie sich der Krankenkassenbeitrag 2022 entwickeln wird, hängt im Wesentlichen von der Finanzlage der jeweiligen Kasse ab. So führen unter anderem der medizinische Fortschritt und Mehrausgaben im Zuge neuer Gesetze im Gesundheitsbereich zu höheren Kosten bei den Krankenkassen. Gleichzeitig nehmen diese durch die sehr gute Beschäftigungslage mehr Geld ein und können somit hochwertige Leistungen bei attraktiven Beiträgen anbieten.

    2021 stieg der durchschnittliche Zusatzbeitrag auf 1,3 Prozent. Das ist ein Anstieg von 0,2 Prozent im Vergleich zu 2020. 2022 blieb dieser Zusatzbeitrag hingegen stabil bei 1,3 Prozent stehen.

    Bei diesem Wert handelt es sich allerdings nur um eine Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums. Die Kassen sind an die Entscheidung des Gesundheitsministeriums nicht gebunden. Erheben sie einen überdurchschnittlichen Zusatzbeitrag, müssen sie ihre Mitglieder allerdings darauf hinweisen, dass sie zu einer günstigeren Kasse wechseln können.

    Wie sich der Krankenkassenbeitrag der 65 größten oder bekanntesten Krankenkassen zuletzt entwickelt hat, zeigt unsere Übersicht:

    BKK Euregio Ham­­burg
    Nord­­rhein-West­­falen
    14,95 % 14,95 %
    hkk Bundes­­weit 14,99 % 15,29 %
    BKK PFAFF Rhein­­land-Pfalz 15 % 15 %
    AOK Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt 15,2 % 15,4 %
    BKK firmus Bundesweit 15,44 % 15,44 %
    BKK Akzo Nobel Bayern 15,9 % 15,9 %
    BKK Verbund­Plus Bundes­­weit 15,7 % 15,7 %
    AOK Plus Sachsen
    Thüringen
    15,8 % 15,8 %
    BKK Scheu­­­felen Baden-Würt­­tem­­­berg 15,5 % 15,7 %
    IKK gesund plus Bundesweit 15,7 % 15,7 %
    BKK Faber-Castell Bayern 15,25 % 15,25 %
    AOK Bremen und Bremer­­­haven Bremen 15,9 % 16,2 %
    Audi BKK Bundes­­weit 15,7 % 15,7 %
    BKK Freudenberg Baden-Württem­­­berg
    Bayern
    Berlin
    Hessen
    Nieder­­­sachsen
    Nord­­rhein-West­­falen
    Rhein­­land-Pfalz
    Sachsen
    15,9 % 15,9 %
    BKK SBH Baden-Württem­­­berg 15,58 % 15,58 %
    Debeka BKK Bundes­­weit 15,5 % 15,8 %
    Techniker Bundes­­weit 15,8 % 15,8 %
    AOK Niedersachsen Niedersachsen 15,9 % 15,9 %
    AOK Hessen Hessen 15,9 % 16,1 %
    AOK Baden-Württem­­­berg Baden-Württem­­­berg 15,7 % 15,9 %
    AOK Nordwest Westfalen-Lippe
    Schleswig-Holstein
    15,9 % 16,3 %
    AOK Nordost Berlin
    Brandenburg
    Mecklen­­burg-Vor­­pommern
    16,1 % 16,3 %
    AOK Rhein­­land-Pfalz / Saar­­land Rhein­­land-Pfalz
    Saar­­land
    15,5 % 15,9 %
    R + V BKK Bundesweit 15,8 % 15,8 %
    mhplus Bundesweit 15,88 % 15,88 %
    BKK 24 Bundesweit 15,6 % 17,1 %
    HEK Bundesweit 15,9 % 15,9 %
    IKK classic Bundesweit 15,9 % 15,9 %
    AOK Bayern Bayern 15,7 % 15,9 %
    AOK Rhein­­land / Ham­­burg Rhein­­land-Pfalz
    Ham­­burg
    15,7 % 16,2 %
    BARMER Bundesweit 16,1 % 16,1 %
    BKK Linde Bundesweit 15,9 % 15,9 %
    Heimat Bundesweit 15,7 % 15,7 %
    Knappschaft Bundesweit 16,2 % 16,2 %
    SECUR­­VITA Bundesweit 15,7 % 15,7 %
    Mobil Krankenkasse (früher: BKK Mobil Oil) Bundesweit 15,89 % 15,89 %
    WMF BKK Bundesweit 16,2 % 16,2 %
    Bahn BKK Bundesweit 15,8 % 15,8 %
    BKK GILDEMEISTER Bundesweit 15,8 % 15,5 %
    VIACTIV Bundesweit 16,2 % 16,2 %
    Bertels­­mann BKK Bundesweit 15,85 % 15,6 %
    TUI BKK Bundesweit 15,85 % 15,95 %
    Die BERGISCHE Nord­­rhein-West­­falen
    Hamburg
    16,0 % 16 %
    BIG direkt gesund Bundes­­weit 15,9 % 15,9 %
    BKK VBU Bundes­­weit 15,9 % 16,2 %
    BKK ProVita Bundes­­weit 15,9 % 15,9 %
    Conti­­­nentale BKK Bundes­­weit 16,0 % 15,85 %
    IKK - Die Innovationskasse (ehemals IKK Nord) Bundesweit 15,9 % 15,9 %
    SBK Bundes­­weit 15,9 % 15,9 %
    vivida bkk Bundes­­weit 15,9 % 15,9 %
    BKK WIRT­­SCHAFT UND FINANZEN Baden-Württem­­berg
    Bayern
    Berlin
    Branden­­burg
    Bremen
    Hamburg
    Hessen
    Nieder­­sachsen
    Nord­­rhein-West­­falen
    Rhein­­land-Pfalz
    Saar­­land
    Sachsen
    15,99 % 15,99 %
    BKK Pfalz Bundes­­weit 16 % 16 %
    Salus BKK Bundes­­weit 16,05 % 16,05 %
    energie-BKK Bundes­­weit 16,06 % 15,98 %
    IKK Branden­­­burg und Berlin Branden­­burg
    Berlin
    16,09 % 16,09 %
    DAK-Gesund­­heit Bundesweit 16,1 % 16,1 %
    IKK Südwest Hessen
    Rhein­­land-Pfalz
    Saar­­land
    16,1 % 16,1 %
    KKH Bundesweit 16,1 % 16,1 %
    pronova BKK Bundesweit 16,1 % 16,1 %
    Novitas BKK Bundesweit 16,14 % 16,14 %
    SKD BKK Bayern
    Baden-Württem­­berg
    Bremen
    Berlin
    Hamburg
    Hessen
    Nieder­­sachsen
    Nord­­rhein-West­­falen
    Saar­­land
    Sachsen
    Schleswig-Holstein
    16,3 % 15,89 %
    BKK HERKULES Bayern
    Hessen
    Nieder­­sachsen
    16,3 % 16,0 %
    BKK Stadt Augs­burg Augs­­burg 17,3 % 17,0 %

    * Die hier aufgeführten Beiträge setzen sich aus dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6% und dem jeweiligen Zusatzbeitrag der Krankenkassen zusammen. (Stand: Januar 2022) 

    Ersparnis

    Gesetzliche Kranken­kassen: Wie hoch sind die Beitrags­unterschiede?

    Seit 2015 gibt es in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) einen Krankenkassenzusatzbeitrag, den die Kassen abhängig von ihrer Finanzlage individuell bestimmen. Das führt dazu, dass manche gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer lediglich 7,48 Prozent ihres Bruttoeinkommens für ihren Gesundheitsschutz zahlen, während andere einen Krankenkassenbeitrag von 8,55 Prozent entrichten. Bei einem monatlichen Einkommen von 2.500 Euro brutto entspricht dies einem Unterschied von mehr als 300 Euro im Jahr.

    Erspar­nis beim Wechsel von der teuersten zur günstigsten Kranken­kasse:

    Monat­liches Brutto­­einkommen Jähr­liche Erspar­nis
    1.500 Euro 193 Euro
    2.000 Euro 258 Euro
    2.500 Euro 322 Euro
    3.000 Euro 387 Euro
    3.500 Euro 451 Euro

    Angesichts dieses Sparpotenzials haben viele Kassenpatienten in den letzten Jahren ihre Krankenkasse gewechselt. Einer Umfrage des Wissenschaftliches Institutes der AOK zufolge ist das Preis-Leistungs-Verhältnis beziehungsweise der Krankenkassenbeitrag dabei jedoch nur zweitrangig.

    Im Vordergrund stehen die gebotenen Leistungen. Diese sind zwar zu 95 Prozent gesetzlich vorgeschrieben und somit einheitlich. Dennoch gibt es große Leistungsunterschiede, da die Kassen unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Wer daher Wert auf bestimmte Leistungen legt, sollte beim Krankenkassenvergleich nicht nur auf die Höhe des Krankenkassenbeitrags achten.

    Veränderungen 2022

    Wie hat sich der Kranken­kassen­­beitrag bisher entwickelt?

    Seit dem 1. Januar 2022 haben 19 der 97 gesetzlichen Kassen ihren Krankenkassenbeitrag angepasst (Stand Januar 2022). Über Beitragssenkungen dürfen sich Mitglieder von elf kleineren Betriebskrankenkassen (BKK) freuen. Aber immerhin hielten auch mehr als 60 Kassen den Zusatzbeitrag stabil, trotz Corona-Krise. Dazu

    Nur 12% der Krankenkassen haben 2022 ihre Beiträge gesenkt.

    Eine Beratung zum Thema Krankenversicherung ist wichtig
    • 12%
      der Krankenkassen haben ihren Beitrag 2022 gesenkt
    • 68%
      der Krankenkassen haben ihren Beitrag 2022 stabil gehalten
    • 20%
      der Krankenkassen haben ihren Beitrag 2022 erhöht

    Wichtig: Wenn Krankenkassen ihren Zusatzbeitrag erhöhen, dann müssen sie ihre Versicherten davon zeitnah in Kenntnis setzen. Dabei muss die Auskunft in einem eigenständigen Schreiben und nicht etwa in Mitgliedszeitschriften erfolgen. Zudem muss der Versicherte über das Sonderkündigungsrecht aufgeklärt werden. Dieses ist vor allem für Kassenpatienten relevant, die kürzer als 12 Monate bei ihrer derzeitigen Krankenkasse versichert sind. Denn sie können normalerweise nicht kündigen – eine Beitragserhöhung rechtfertigt jedoch eine außerordentliche Kündigung. Damit sich Kassenpatienten einen Überblick über die günstigsten Krankenkassen machen können, ist auch ein Hinweis auf eine online verfügbare Kassenliste mit den aktuellen Beitragssätzen gesetzlich vorgeschrieben. Liegt der neue Beitragssatz über dem Durchschnitt, muss der Versicherte darüber hinaus ausdrücklich auf die Möglichkeit eines Kassenwechsels hingewiesen werden.

    Fragen und Antworten zum Krankenkassenbeitrag

    Der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt aktuell 14,6%. Der Arbeitnehmer übernimmt die Hälfte, wodurch Angestellte nur 7,3% ihres Einkommens dafür verwenden müssen. Hinzu kommt noch der Zusatzbeitrag, den jede Krankenkasse individuell erheben kann.

    Der durchschnittliche Zusatzbeitrag aller Krankenkassen liegt bei 1,3%: Je nach Krankenkasse können diese 2022 zwischen 0,35% und 2,5% variieren.

    Menschen ohne Einkommen müssen sich freiwillig gesetzlich krankenversichern. Die GKV geht in diesem Fall von einem fiktiven Mindesteinkommen von 1096,67€ (2022) aus und berechnet, durch den Beitragssatz von 14,6%, den zu zahlenden Krankenkassenbeitrag.

    Die Krankenkassenbeiträge werden immer zum Jahresende neu berechnet und an die finanziellen Bedürfnisse der Krankenkassen angepasst. Auch die kassenindividuellen Zusatzbeiträge werden zu dieser Zeit angepasst. Die Änderungen gelten meist ab 1. Januar des neuen Jahres.