Sicherheit, wenn es hart auf hart kommt: Die private Pflege­versicherung.

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Eine Beratung zum Thema Krankenversicherung ist wichtig

Eine Private Pflegeversicherung schützt Sie vor steigenden Pflegekosten im Alter.

Private Pflege­versicherung: Jeder kann zum Pflegefall werden

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt” - Hinter dieser weit verbreiteten Redensart verbirgt sich zugegebenermaßen ein wahrer Kern. Denn von heute auf morgen kann sich alles ändern: Junge Menschen werden aufgrund eines unglücklichen Unfalls zum Pflegefall. Ein naher Verwandter stürzt bei der Hausarbeit und ist fortan auf Hilfe angewiesen. Oder Sie selbst bekommen einen Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Ob alt, ob jung - Tatsache ist, dass es aufgrund der steigenden Lebenserwartung mehr Menschen gibt und weiterhin geben wird, die Pflege benötigen und damit die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung in Anspruch nehmen müssen.

Sowohl Betroffene als auch Angehörige stellen sich dann die entscheidende Kostenfrage. Denn Pflege ist teuer, selbst mit den Leistungen der Pflegekasse. Ist das Vermögen des Pflegebedürftigen erst einmal aufgebraucht, sind Ehepartner, Kinder und Enkelkinder als Unterhaltspflichtige (§ 1601 BGB) dazu gezwungen, die Kosten der Pflege zu tragen - mit ihrem Einkommen und ihrem Vermögen!

Erfreulicherweise muss es nicht soweit kommen: Haben Sie im Vorfeld eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen, kommt diese für einen Großteil der Pflegekosten auf.

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    Fakten

    Pflegeversicherung: Was ist das?

    • Im Jahr 2019 gab es ca. 2,9 Millionen pflegebedürftige Menschen in Deutschland
    • Es gibt fünf Pflegegrade, wonach die Leistungen bei Pflege berechnet werden
    • Fast 783.000 Deutsche werden vollstationär gepflegt, rund 2,08 Millionen
    • Pflegebedürftige erhalten Pflege zu Hause durch Angehörige oder Pflegedienste
    • Es ist empfehlenswert, eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen, da die gesetzliche Pflegekasse nur einen Teil der Pflegekosten übernimmt

    Das sind die Fakten zur Pflegeversicherung.

    Eine Beratung zum Thema Krankenversicherung ist wichtig

    Die gesetzliche Pflegeversicherung ist die fünfte Säule im deutschen Sozialversicherungssystem und wurde 1995 für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Arbeitslosen und Rentner verpflichtend eingeführt. Sie hat ihren festen Platz neben der gesetzlichen Krankenversicherung, Unfallversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung.

    Ziel und Zweck der Pflegeversicherung: Eine umfassende finanzielle Absicherung der Bevölkerung im Pflegefall und die Minimierung der mit der Pflege einhergehenden Kosten.

    Wichtiger Aspekt zur Privaten Krankenversicherung

    Keine rosigen Aussichten für Deutschland

    Fakt ist, dass laut dem Statistischen Bundesamt gegenwärtig zwei von drei Frauen der über 90-jährigen und jeder zweite gleichaltrige Mann im Laufe ihres Lebens pflegebedürftig werden. Seinen Prognosen zufolge wird der Anteil der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland um über 50 Prozent in den nächsten 20 Jahren ansteigen. Bis zum Jahr 2050 ist also mit - erschreckenden - 4,5 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland zu rechnen.

    Gesetzliche .vs Private Pflegeversicherung

    Gesetzliche Pflegeversicherung vs. private Pflegeversicherung

    Jeder Mensch, der Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland ist, ist auch im Rahmen der Pflegeversicherung versicherungspflichtig.

    Sind Sie privat krankenversichert, unterliegen Sie der Versicherungspflicht in der privaten Pflegepflichtversicherung

    Trotz dieser Absicherung vonseiten des Staates aus bleibt eine sogenannte Deckungslücke. Um diese auszugleichen und damit Sie einen uneingeschränkten Pflegeschutz genießen, empfiehlt es sich, eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen. 

    Gesetzlich

    Leistungen im Detail: die gesetzliche Pflegeversicherung

    Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt verschiedene Leistungen ab. Welche Kosten im Detail getragen werden, ist abhängig von der individuellen Situation des Pflegebedürftigen und von den Pflegegraden. Trotz der teils großen Summen von bis zu 2.000 Euro im Monat müssen Sie jedoch bedenken, dass die gesetzliche Pflegeversicherung nicht alle Pflegekosten übernimmt.

    Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung im Überblick:

    Pflege von zu Hause

    Pflegegeld oder Pflegesachleistungen (Als Pflegesachleistungen wird die Hilfe von professionellen Pflegediensten bezeichnet. Je nach Pflegegrad steht hierfür ein bestimmtes finanzielles Kontingent zur Verfügung. Wir informieren Sie gerne über entsprechende Beiträge.) 

    Pflegevertretung und Kurzzeitpflege

    Verhinderungspflege ist eine Kurzzeitpflege in einem Pflegeheim.

    Teilstationäre Pflege

    Dazu gehört die Tages- und Nachtpflege. Die Pflege wird von professionellen Pflegern übernommen. 

    Vollstationäre Pflege

    Der Pflegebedürftige wohnt dauerhaft in einem Pflegeheim (Stationäre Pflege im Altenheim, Pflegeheim oder einer Seniorenresidenz).

    Entlastungsbetrag

    Zum Beispiel für eine Haushaltshilfe oder eine längere Kurzzeitpflege. 

    Pflegehilfsmittel

    Zu den Pflegehilfsmitteln zählen zum Beispiel Einmalhandschuhe oder Windeln.

    Verbesserungsmaßnahmen des Wohnumfeldes

    Teilweise Übernahme der Kosten für barrierefreies Wohnen, oder ein barrierefreies Bad.

    Leistungen für betreute Wohngruppen

    Zusätzliches Geld für Wohngruppen oder Pflege-WGs.

    Finanzielle Lücken

    Pflegelücke bei stationärer und ambulanter Pflege

    Im Leistungsumfang der gesetzlichen Pflegeversicherung unberücksichtigt bleiben Kosten für die Unterkunft und Verpflegung im Pflegeheim sowie deren Investitionskosten, beispielsweise für den Ausbau und Instandhaltung des Gebäudes. Wer stationär gepflegt wird, muss daher in der Regel mehrere hundert Euro pro Monat selbst zahlen.

    Auch bei der ambulanten Pflege werden längst nicht alle Pflegekosten übernommen. Die folgende Abbildung gibt Auskunft über die Pflegelücke, also die Differenz, die vom Pflegebedürftigen aus eigener Tasche bezahlt werden muss. Sie zeigt deutlich, wie wichtig es ist, eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen: 

    Der Eigenanteil liegt aktuell bei bis zu 2100€ im Monat.

    Wer benötigt welche Krankenversicherung?

    Staatliche Leistungen

    Eigenanteil

    Pflegegrad 1

    0

    0

    Pflegegrad 2

    0

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    Pflegegrad 3

    0

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    Pflegegrad 4

    0

    0

    Pflegegrad 5

    0

    0

    Nach den Erkenntnissen einer Auswertung der Ratingagentur Assekurata ist bei ambulanter Fachpflege - abhängig vom Pflegegrad des Pflegebedürftigen - mit einer Pflegelücke zwischen 375 Euro und 2.100 Euro zu rechnen.

    Wichtige Infos zur Privaten Krankenversicherung

    Gut zu wissen

    Zu den Ursachen von Pflegebedürftigkeit zählen nicht nur körperliche, sondern immer häufiger auch psychische und geistige Einschränkungen (zum Beispiel Altersdemenz oder Depression). 

    Ambulant vs. Stationär

    Pflegestufe vs. Pflegegrad

    In 2017 hat das Pflegestärkungsgesetz die bis dahin geltenden Pflegestufen 0 bis 3 durch die neuen Pflegegrade 1,2,3,4 und 5 ersetzt. Damit sollen vor allem demenzkranken Menschen und körperlich pflegebedürftigen vergleichbare Pflegeleistungen gewährleistet werden. 

    Je höher Ihr Pflegegrad, desto mehr Leistungen erhalten Sie von Ihrer gesetzlichen Pflegeversicherung. Die Grade und Bedingungen sind folgende:

    Pflegegrad 1 - - 125€
    Pflegegrad 2 316€ 689€ 770€
    Pflegegrad 3 545€ 1298€ 1262€
    Pflegegrad 4 728€ 1612€ 1775€
    Pflegegrad 5 901€ 1995€ 2005€

    Leistungen

    Auf dem Prüfstand: Die Leistungen der privaten Pflegeversicherung

    Private Pflegeversicherungen können Ihnen:

    • finanzielle Hilfe bieten,
    • eine hohe Eigenbeteiligung ersparen und
    • die Leistungslücken der gesetzlichen Pflegeversicherung abdecken.
    Krankenversicherung für Rentner

    Unabhängig davon, ob Sie gesetzlich oder privat pflegeversichert sind, können Sie die private Pflegeversicherung abschließen. Die nicht durch die gesetzliche Pflegeversicherung getragenen Kosten können im eintretenden Fall ziemlich hoch, unter Umständen sogar gravierend sein.

    Prinzipiell gibt es mehrere Formen der Pflegezusatzversicherung. Dabei handelt es sich um die Pflegekostenversicherung, die Pflegetagegeldversicherung und die Pflegerentenversicherung

    Pflegekostenversicherung

    Die Pflegekostenversicherung übernimmt in der Regel nur einen prozentualen Teil der Kosten, die durch professionelle Pflege anfallen. Sollen Angehörige die Pflege übernehmen, leistet diese Form der Pflegeversicherung weniger Unterstützung.

    Pflegetagegeldversicherung

    Dieses Produkt aus dem Bereich der Pflegeversicherungen ist vor allem bei privater Pflege hilfreich. Für jeden Tag, an dem Sie pflegebedürftig sind, zahlt sie einen festen Betrag. Wie Sie das Geld verwenden, bleibt letztlich Ihnen überlassen. Damit ist die Pflegetagegeldversicherung die flexibelste Absicherung, die neben der privaten Pflege auch bei der Pflege im Heim bezahlt. 

    Es gilt: Je stärker die Pflegebedürftigkeit, desto höher die Zahlung, die Sie erhalten.

    Einige Pflegetagegeldversicherungen leisten bei Heimpflege mehr als bei privater Pflege. Bei dieser Pflegeversicherung gibt es auch die Möglichkeit einer Dynamisierung. Dann wird der Umfang des Tagegeldes der Kostenerhöhungen im Pflegebereich angepasst. 

    Hier ist sogar eine besondere staatliche Förderung über Zuschüsse möglich - Stichwort: Pflege-Bahr.* 

    Pflegerentenversicherung

    Im Bereich der Pflegeversicherungen gibt es auch eine besondere Variante, die bei eintretender Pflegebedürftigkeit eine gestaffelte Rente zahlt. Hierbei handelt es sich um die Pflegerentenversicherung, die eine zuvor vereinbarte Rente leistet. So haben Sie im Ernstfall ein zusätzliches Einkommen, das Sie verwenden können, wie Sie möchten.

    Wichtige Infos zur Gesetzlichen Krankenversicherung

    Hilfreich: Der Pflege-Bahr

    Diese im Jahr 2013 eingeführte Form der privaten Pflegeversicherung ist darauf ausgelegt, einen Teil der im Pflegefall anfallenden Kosten zu übernehmen. Versicherungsnehmer zahlen monatlich einen Mindestbeitrag von zehn Euro und bekommen fünf Euro in Form von staatlichen Zulagen hinzu. Außerdem gilt: Jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist, und noch keine Leistungen aus einer gesetzlichen Pflegeversicherung bezogen hat, kann und darf die Pflege-Bahr Versicherung abschließen. 

    Kosten berechnen

    Private Pflegeversicherung: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

    Es lässt sich keine allgemeingültige Aussage darüber treffen, wie viel Sie für eine Pflegeversicherung monatlich zahlen müssen. 

    Krankenversicherung für Angestellte und Arbeitnehmer
    • Entscheidend ist, welche Leistungen Sie im Ernstfall erhalten wollen und
    • persönliche Merkmale wie Ihr Alter und Ihr Gesundheitszustand

    Wie viel Sie verdienen, spielt bei der Beitragsberechnung keine Rolle.

    In einem aktuellen Test hat die Stiftung Warentest 33 Tarife getestet. Das Ergebnis zeigt, dass eine gute Pflegetagegeldversicherung:

    • für einen 55-Jährigen für bereits 88 Euro bis 96 Euro im Monat zu haben ist und
    • für einen 45-Jährigen für bereits 56 Euro bis 62 Euro.

    Das Testergebnis der Stiftung Warentest zeigt also eindeutig, dass eine gute Pflegeversicherung bis zum 55. Lebensjahr bereits für unter 100 Euro zu bekommen ist. 

    Im Vergleich zu den Leistungen, die Sie sich sichern, ist es das jedoch wert. Die Tarife leisten im höchsten Pflegegrad bis zu 2.200 Euro im Monat bei stationärer Pflege und bis zu 2.212 Euro bei ambulanter Pflege bei 55-Jährigen. 45-Jährige sichern sich sogar Leistungen von bis zu 2.415 Euro.

    Privat aufstocken?

    Die gesetzliche Pflegeversicherung - ausreichend oder nicht?

    Keiner kann voraussagen, ob und wann der Versicherungsfall eintritt. Mit Sicherheit lässt sich allerdings sagen, dass die gesetzliche Pflegeversicherung lediglich als eine Grundsicherung anzusehen ist. Offen bleibt die Frage, ab wann sich eine Pflegezusatzversicherung lohnt. 

    Sie können die gesetzliche Pflegeversicherung mit einem Teilkasko-Schutz vergleichen. Die Kosten, die für eine vollstationäre Pflege im Heim anfallen, werden bei Weitem nicht von der gesetzlichen Pflegeversicherung gedeckt. Besonders wenn es keine Hilfe von Familienmitgliedern gibt, kann die private Pflegezusatzversicherung genau diese Lücke schließen.

    Ein Versicherungsvergleich zeigt Ihnen, welcher Versicherer Ihnen das Beste Preis-Leistungs-Verhältnis - zugeschnitten auf Ihre Bedürfnisse - bietet. 

    Tipp: Unterstützen Sie Ihre Eltern mit einer Pflegezusatzversicherung! Ist es den Eltern aus Kostengründen nicht möglich, eine Pflegeversicherung abzuschließen, können Sie diese für Ihre Eltern als versicherte Personen abschließen. Die Prämienzahlung würde in solch einem Fall bei Ihnen liegen.

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