Finden Sie eine private Kranken­versicherung, die zu Ihnen passt.

Private Kranken­­versicherung: Voraus­setzungen, Gesundheits­fragen, Leistungen im Vergleich

Die private Krankenversicherung steht fast allen Berufsgruppen ohne Voraussetzungen offen. Nur Angestellte müssen ein bestimmtes Einkommen nachweisen, ehe sie sich privat versichern können. Konkret bedeutet dies, dass sie mindestens 5.212,50 Euro brutto im Monat (2020) verdienen müssen.

Rund neun Millionen Personen in Deutschland haben sich für eine private Krankenversicherung (PKV) entschieden. Demgegenüber stehen über 72 Millionen Menschen, die gesetzlich kranken­versichert sind. Angesichts dieser Verteilung scheint die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) den besseren Gesundheitsschutz zu bieten. Doch das Gegenteil ist der Fall.

PKV-Interessierte können zwischen mehr als 40 Anbietern und Hunderten Tarifen zur privaten Kranken­versicherung vergleichen. Für eine Vorauswahl ist es daher sinnvoll, sich auf die Angebote zu konzentrieren, die auf die persönlichen Ansprüche an die Krankenversicherung zugeschnitten sind.

Weiterführende Themen zur privaten Krankenversicherung

Testinstitute wie Stiftung Warentest, das Deutsche Institut für Service Qualität (DISQ), Focus-Money oder Handelsblatt überprüfen regelmäßig die aktuellen Tarife der privaten Krankenversicherung. In unserer Themenseite haben wir die aktuellen Testergebnisse für Sie gesammelt. Zu den PKV Tests

Tarife der privaten Krankenversicherung haben meist große Preisunterschiede von mehreren Hundert Euro. Wie diese Kosten berechnet werden, wie hoch die Kosten wirklich sind, wobei Sie sparen können und wie die Beitragsentwicklung der letzten Jahre aussieht, erfahren Sie hier.

Sowohl die Gesetzliche, als auch die Private Krankenversicherung bieten jeweils Vorteile, aber auch Nachteile. Kosten und Leistungen sind dabei ein wichtiger Bestandteil, worauf Sie noch achten sollten, erfahren Sie in unserer Vor- und Nachteile von GKV und PKV.

Aktuell gibt es in Deutschland 41 private Krankenversicherer. Worauf Sie bei der Wahl eines PKV Anbieters achten sollten, erfahren Sie in unserem Vergleich der PKV Anbieter.

Das spricht dafür

Welche Gründe sprechen für einen Vergleich privater Krankenversicherungen?

In der privaten Krankenversicherung erhalten Versicherte weitaus bessere Leistungen wie eine Chefarztbehandlung und haben deutlich kürzere Wartezeiten beim Arzt. Viele Angestellte, die gerne in die PKV wechseln würden, sind jedoch durch ihr Einkommen an die gesetzliche Krankenversicherung gebunden. Daher ist nur rund jeder zehnte Bürger Privatpatient.

Wer den PKV-Weg wählt, profitiert von den Vorzügen des privaten Systems: in aller Regel ein höherer Leistungsumfang, der nicht wie in der GKV einfach gekürzt werden darf, bessere Partizipation am medizinischen Fortschritt, oft günstigere Beiträge sowie individuelle Zusammenstellung (Focus-Money 40/2018).

  • Preis- und Leistung

    Privatversicherte bestimmen den Umfang der Leistungen selbst, dadurch können sie auch die kosten beeinflussen.

  • Leistungsumfang

    Der Leistungsumfang und das Behandlungsspektrum ist für Privatversicherte wesentlich umfangreicher im Krankenhaus oder beim Zahnarzt.

  • Termine und Wartezeiten

    Privatversicherte warten meist kürzer beim Arzt und erhalten schneller einen Termin bei Fachärzten.

Diese Gründe sprechen für eine private Krankenversicherung.

Eine Beratung zum Thema Krankenversicherung ist wichtig

Versicherungspflichtgrenze und Gesundheitsfragen

Private Kranken­versicherung: Was sind die Voraussetzungen zum Eintritt?

Die private Krankenversicherung steht folgenden Berufsgruppen offen: Beamte, Beamtenanwärter, Selbstständige, Freiberufler, Studenten und Angestellte ab einem gewissen Einkommen von 5.212,50 Euro brutto im Monat / 62.550 im Jahr. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung dürfen die Versicherungsgesellschaften Interessenten ablehnen. Es besteht kein Aufnahmezwang. Eine wichtige Voraussetzung ist daher die gesundheitliche Verfassung.

Eine weitere Voraussetzung für die private Krankenversicherung ist das Einkommen. Anders als bei Beamten, Selbstständigen und einige andere Berufsgruppen können sich Angestellte erst ab einer bestimmten Einkommenshöhe privat versichern. Diese Einkommensgrenze, auch Jahresarbeitsentgelt oder Versicherungspflichtgrenze genannt, muss überschritten werden, damit Angestellte gemäß SGB V §6 von der Versicherungspflicht entlassen werden. Erst dann dürfen sie zwischen gesetzlicher oder privater Krankenversicherung frei wählen.

Die aktuelle monatliche / jährliche Einkommensgrenze  (Versicherungspflichtgrenze) liegt bei:

Monatlich0
Jährlich0

Neben dem Einkommen, gehört auch das Beantworten der Gesundheitsfragen zu den Voraussetzungen für die Aufnahme in eine private Krankenversicherung.

Mit einer Gesundheitsprüfung macht sich die Versicherung ein Bild über die gesundheitliche Verfassung ihres potenziellen Versicherten. Sind Interessierte gesund und waren sie das auch in den vergangenen Jahren, stellt die Prüfung kein Problem für sie dar. Bei Vorerkrankungen kann der Versicherer jedoch Zuschlägeerheben. Gerade hier sollten Personen die Unterstützung eines Versicherungs­fachmannes hinzuziehen. Dieser kennt sich mit der Annahmepolitik aus und weiß, worauf zu achten ist.

Die Gesundheitsfragen decken in der Regel einen Zeitraum von fünf (ambulante Behandlungen) bis zehn Jahren (stationäre Aufenthalte) ab. Die Fragen müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Werden Erkrankungen verschwiegen oder falsche Angaben gemacht, kann die PKV vom Vertrag zurücktreten und alle bis dahin geleisteten Erstattungen zurückfordern. Ratsam ist es daher, die Angaben mit denen aus der Patientenakte zusammen mit den Ärzten abzugleichen.

Welche Fragen gestellt werden, hängt vom PKV-Anbieter ab. Dazu gehören beispielsweise Fragestellungen zu:

  • Frühere Ablehnungen: Wurden Sie bereits bei einer oder mehreren PKV-Anbieter abgelehnt, oder haben Sie einen Vertrag gekündigt?
  • Medikamenteneinnahme: Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein?
  • Behandlungen: Werden Sie bereits hinsichtlich Herz und Kreislauf, Atmungsorganen, Rücken, Allergien, Nervenleiden, Zahn, Sucht oder psychischen Beschwerden behandelt?
  • Untersuchungen: Bestehen bereits Untersuchungsergebnisse zu den oben genannten Leiden?
  • Bestehende Beschwerden: Gibt es Beschwerden, frühere Erkrankungen, körperliche Gebrechen oder Unfallfolgen?

Solche und ähnliche Gesundheitsfragen wird ein PKV-Anbieter Ihnen stellen, bevor Sie aufgenommen werden können.

Leistungen und Tarifoptionen

Wie unterschiedlich sind Tarife der privaten Kranken­versicherung im Vergleich?

In der privaten Krankenversicherung stellen Personen ihren Versicherungsschutz individuell zusammen. Entsprechend groß ist die Auswahl, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Versicherten Rechnung trägt. Interessierte können meist zwischen einem Kompakt-Tarif und einem Modul-Tarif wählen.

Kompakt-Tarif

Die Leistungen sind hierbei fest vorgegeben, jedoch sind diese Tarife meist relativ preiswert. Flexibilität bietet der Tarif bei der Selbstbeteiligung, die Privatpatienten entweder für den ambulanten oder auch für den stationären und zahnärztlichen Bereich wählen können.

Modul-Tarif

Hier legen Privatversicherte die Leistungen weitgehend selbst fest. Für Zahnarzt- oder Krankenhaus­behandlungen stehen unterschiedliche Module bereit. Privatpatienten können sich z.B. für einen Basisschutz oder auch für hochklassige Pakete entscheiden.

Tipp: Interessierte sollten sich bei der Wahl eines passenden PKV-Tarifs von einem Experten unterstützen lassen. So gehen sie sicher, dass sie keine wichtigen Leistungen vergessen und einen Versicherer mit optimalem Preis-Leistungs-Verhältnis finden.

Welche Leistungen bietet die private Krankenversicherung?

Generell bietet die private Kranken­versicherung umfassenden Schutz bei ambulanten Behandlungen, Krankenhaus­aufenthalten und Zahnarzt­besuchen. Ebenfalls lassen sich Leistungen der privaten Kranken­versicherung ausweiten. Dadurch können Privatpatienten die jeweiligen Komfort- und Module-Tarife mit weiteren Leistungen aufstocken:

In der Regel sind allgemein­ärztliche Behandlungen bei Haus- und Facharzt, verschriebene Medikamente sowie Heil- und Hilfsmittel abgedeckt. Darüber hinaus sollten künftige Privatpatienten auf eine umfassende Erstattung bei häuslicher Krankenpflege und psycho­therapeutischen Behandlungen achten.

Im Krankenhaus haben Privat­versicherte je nach Tarif Anspruch auf ein Einzelzimmer und die Behandlung durch den Chefarzt. Zudem können sie ihr Krankenhaus frei wählen, während gesetzlich Krankenversicherte in das nächstgelegene Hospital gebracht werden.

Beim Zahnarzt erstattet die PKV bis zu 100 Prozent der zahn­ärztlichen Behandlungs­kosten. Beim Zahnersatz kann jedoch in den ersten Jahren eine sogenannte Zahnstaffel gelten, wodurch die Kosten­erstattung zunächst begrenzt ist. Ein genauer Blick in die Vertrags­bedingungen gibt Aufschluss über etwaige Erstattungs­einschränkungen.

Die Ärzte rechnen ihre Leistungen nach einer Gebührenordnung ab. Die GOÄ gilt für Ärzte, die GOZ für Zahnärzte. Die private Kranken­versicherung sollte mindestens den Regelhöchstsatz (2,3-fach der GOÄ/GOZ) bezahlen. Auf der sicheren Seite sind Versicherte, wenn ihre PKV den Höchstsatz (3,5-fache) übernimmt.

Zu den Hilfsmitteln zählen Prothesen, Gehhilfen und Krankenfahrstühle. Was der Anbieter erstattet, steht im Hilfsmittel­katalog. Dieser sollte einerseits möglichst offen formuliert sein, sodass auch neue Hilfsmittel aufgenommen werden können. Andererseits sollte die Kosten­übernahme möglichst hoch ausfallen. Hier ist auf prozentuale oder feste Begrenzungen zu achten. Gleiches gilt für Heilmittel wie Krankengymnastik und Ergotherapie.

Sind Selbstständige gesetzlich weder renten- noch unfallversichert, sollten sie darauf achten, dass die PKV die Kosten für Reha-Maßnahmen, Kuren oder Anschlussheil­behandlungen übernimmt. Wichtig ist zudem, dass die Behandlungen generell versichert sind und nicht nur beispielsweise „schwere“ Erkrankungen in den Versicherungsschutz aufgenommen sind.

Selbstständige, die keine Lohnfortzahlung bekommen, sollten ein Krankenhaustagegeld in ihre private Krankenversicherung integrieren. Dadurch erhalten sie für jeden Tag der stationären Behandlung Geld, das Einkommenseinbußen durch den Krankenhausaufenthalt abfedert.

Privatversicherte erhalten bei Pflegebedürftigkeit die gleichen Leistungen wie gesetzlich Krankenversicherte. Diese fallen jedoch bei hohem Pflegebedarf gering aus. Pflegebedürftige müssen daher einen Großteil der Pflegekosten selbst zahlen. Entsprechend sinnvoll ist eine private Pflegevorsorge.

Mit dieser Option sinkt der Versicherungsbeitrag im Alter um einen festen Betrag oder Prozentsatz. Bei Versicherungswechsel oder Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung gehen jedoch alle Ansprüche verloren.

Mit solch einem Tarif erhalten Versicherte einen Teil ihrer Beiträge zurück, wenn sie innerhalb eines Jahres keine Rechnungen bei ihrem Versicherer eingereicht haben.

Wichtiger Aspekt zur Privaten Krankenversicherung

Checkliste: Was ist in der PKV wichtig?

Vor Abschluss einer privaten Kranken­versicherung ist es sinnvoll, sich mit dem gewünschten Versicherungs­schutz auseinanderzusetzen. Unsere Checkliste hilft dabei, die PKV-Leistungen Punkt für Punkt zu vergleichen. Ist der gewünschte Leistungs­umfang abgesteckt, finden sich künftige Privat­patienten wesentlich besser im Tarif­dschungel zurecht.

  • Akzeptieren Sie Einschränkungen der Leistungen für Zahnersatz auf bestimmte jährliche Festbeträge pro Jahr?
  • Welchen Mindesterstattungssatz wünschen Sie für den Bereich Zahnbehandlung?
  • Welchen Erstattungssatz wünschen Sie für den Bereich Zahnersatz und Kieferorthopädie?
  • Wünschen Sie eine Erstattung, die über dem Regelhöchstsatz (2,3-fach der GOZ) bei zahnärztlichen Leistungen liegt?
  • Wünschen Sie eine Erstattung über den Höchstsatz der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) hinaus?
  • Soll die PKV Kosten für Vorsorgeuntersuchungen übernehmen?
  • Sollen Leistungen versichert sein, die über die gesetzlich vorgeschriebene
    Pflegepflichtversicherung hinausgehen?
  • Möchten Sie einen krankheitsbedingten Verdienstausfall versichern?
    • Wenn ja, in welcher Höhe?
    • Ab welchem Tag (z. B. 15. Tag, 43. Tag, 180. Tag)?
  • Möchten Sie Kurleistungen versichern?
  • Bis zu welcher Höhe möchten Sie sich jährlich an medizinischen Kosten beteiligen?
  • In welchem Umfang sollen die Kosten für psychotherapeutische Behandlungen erstattet werden?
  • In welchem Umfang sollen die Kosten für physiotherapeutische Behandlungen und Heilmittel erstattet werden?
  • Wünschen Sie eine Erstattung von privatärztlichen Leistungen, die den Regelhöchstsatz (das 2,3-fache der Gebührenordnung für Ärzte – GOÄ) überschreiten?
  • Wünschen Sie eine Erstattung von privatärztlichen Leistungen, die über den Höchstsatz (das 3,5-fache der GOÄ) hinausgehen?
  • Wünschen Sie eine Erstattung von privatärztlichen stationären Behandlungen, die den Regelhöchstsatz (das 2,3-fache der GOÄ) übertreffen?
  • Wünschen Sie eine Erstattung von privatärztlichen stationären Behandlungen, die über den Höchstsatz (das 3,5-fache der GOÄ) hinausgehen?
  • Möchten Sie ein Krankenhaustagegeld vereinbaren?
  • Sollen ambulante Heilpraktikerleistungen versichert sein?
  • Welche Erstattung bei Sehhilfen wünschen Sie?
  • Welche Erstattung für weitere Hilfsmittel möchten Sie erhalten?

Kündigen und Wechseln

Wann sollten Sie die private Kranken­versicherung kündigen?

Wer die private Krankenversicherung wechseln möchte, sollte die Kündigungsfrist der alten Versicherung und den Versicherungsbeginn des neuen Tarifs beachten. Im Normalfall können Privatpatienten zum Jahresende mit einer Frist von drei Monaten kündigen.

Eine fristlose Kündigung und ein sofortiger Wechsel sind möglich, wenn der Krankenversicherer die Beiträge anhebt. Ab dem Zeitpunkt, an dem Versicherte über die Beitragserhöhung informiert werden, haben sie zwei Monate, um einen neuen Versicherer zu finden.

Der Wechsel des Anbieters kann jedoch einige Nachteile haben:

Wer benötigt welche Krankenversicherung?
  • Verlorene Vorsorge

    Altersrückstellungen gehen zum Teil verloren

  • Beitragssteigerung

    Höheres Alter kann höheren Versicherungsbeitrag bedeuten

  • Neue Gesundheitsprüfung

    Vorerkrankungen, die bei Vertragsabschluss beim alten Anbieter noch nicht vorlagen, werden nun durch eine erneute Gesundheitsprüfung abgefragt und verteuern die neue PKV

Wie funktioniert der Wechsel der privaten Kranken­versicherung?

Sinnvoller ist daher ein Tarifwechsel beim bisherigen Versicherungs­unternehmen. Dieser steht Versicherten gesetzlich zu. Ein Wechsel in einen Tarif mit gleichem Leistungsniveau ist ohne neue Gesundheitsfragen möglich. Altersrückstellungen bleiben zudem erhalten.

Der Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur möglich, wenn Privatversicherte sozial­versicherungspflichtig angestellt sind und ein Jahresbrutto­einkommen erzielen, das unterhalb der Jahresarbeits­entgeltgrenze liegt. Personen, die älter als 55 Jahre sind, können sich von wenigen Ausnahmen abgesehen nur über die Familien­versicherung des Ehepartners gesetzlich krankenversichern. Dazu darf das Einkommen jedoch noch höher als 435 Euro im Monat sein beziehungsweise 450 Euro bei einem Minijob.

Tipp: Mit dem Wechsel werden Versicherte Mitglied der gesetzlichen Pflegeversicherung. Sinnvoller ist es jedoch, noch für zwei Jahre bei der bisherigen privaten Pflegepflicht­versicherung zu bleiben. Andernfalls riskieren sie ihren Anspruch auf Pflegegeld. Denn er ist an eine Vorversicherungszeit von zwei Jahren in der gesetzlichen Pflegeversicherung gekoppelt, wie die Verbraucherzentrale Hamburg informiert.

Fragen und Antworten zur privaten Krankenversicherung

Die Leistungen der privaten sind erheblich umfangreicher als die der gesetzlichen Kassen – durch Wahl des passenden Tarifs können Sie selbst über den Leistungsumfang Ihres Vertrags entscheiden. Ein wichtiges Plus der privaten Krankenversicherung ist schon die bevorzugte Behandlung in der Arztpraxis. Je nach gewähltem Tarif genießen Sie außerdem bessere Krankenhausbehandlung, höhere Erstattungen bei Brillen und Zahnersatz, Zuzahlungsfreiheit bei Medikamenten, Absicherung der Arztkosten im Ausland und vieles mehr. Für viele ist die private Krankenversicherung außerdem nach oben kostengünstiger als die gesetzliche. Weiterlesen

Arbeitnehmer, deren Brutto-Monatseinkommen im Jahr vor der Antragstellung die Pflichtversicherungsgrenze überschritten hat, können in die Private wechseln. 2020 handelt es sich dabei um 5.212,50 Euro brutto im Monat.

Selbstständige, Freiberufler und Künstler sowie Beihilfeberechtigte wie Beamte, Richter, Landtags- und Bundestagsabgeordnete können sich einkommensunabhängig privat versichern. Ebenso ist es möglich Frauen und Kinder zu versichern. Weiterlesen

Vor dem Vertragsabschluss sollten Sie sich im Klaren sein, was Sie von Ihrem Versicherungsschutz erwarten – und welchen Beitrag Sie dafür zahlen wollen. Klären Sie beispielsweise, welche Leistungen Sie bei einem Klinikaufenthalt erwarten, welcher Anteil am Zahnersatz erstattet werden soll, ob Sie ein Krankentagegeld brauchen, ob Sie eine Selbstbeteiligung vereinbaren wollen oder ob Sie eine Beitragsrückerstattung bei Nichtinanspruchnahme der Versicherung erwarten. Ein Test der PKV sollte unbedingt vor Abschluss durchgeführt werden.

Anders als in der GKV können Familienmitglieder nicht kostenlos mitversichert werden. Für Kinder ist eine eigene Absicherung notwendig. Für sie gibt es in der Regel jedoch günstige Sondertarife.

Kommt es zu Problemen mit der Krankenversicherung, sind Beitragsanpassungen der häufigste Streitpunkt. Fast jede fünfte Beschwerde erfolgte im vergangenen Jahr aus diesem Grund.

Haben Versicherte ein Problem mit ihrer PKV und können dieses nicht in der direkten Kommunikation mit der Versicherung lösen, haben sie zwei Möglichkeiten. Eine Option ist der PKV-Ombudsmann. Er nimmt zu Streitigkeiten neutral sowie unabhängig Stellung und versucht zwischen den beiden Parteien zu schlichten. Seine Entscheidung ist für das Versicherungsunternehmen allerdings nicht bindend. Das Verfahren ist kostenlos.

Neben dem PKV-Ombudsmann können sich Betroffene an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wenden. Diese kann den Streitfall zwar nicht entscheiden, aber Druck auf den Versicherer erzeugen.

Insgesamt beschweren sich vergleichsweise wenige Kunden beim Ombudsmann. Er verbuchte im Jahr 2018 rund 5.390 Beschwerden. In Anbetracht der 8,7 Millionen Privatpatienten beläuft sich die Beschwerdequote auf gerade einmal 0,06 Prozent.

Unter Altersrückstellungen ist ein finanzieller Puffer zu verstehen, mit dem steigende Versicherungskosten mit zunehmendem Alter abgefedert werden. Die Rücklagen werden mit den monatlichen Beiträgen gebildet. Der Vorsorgepuffer nahm dabei in den letzten Jahren kontinuierlich zu.

Eine private Krankenversicherung kann schon für Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen Einkommen günstiger sein als die gesetzliche – ein klarer finanzieller Vorteil ergibt sich für gut verdienende Singles und kinderlose Ehepaare, wenn beide berufstätig sind. Selbstständige Unternehmer und Freiberufler müssen ohnehin selbst für ihre Absicherung sorgen.

Das Einkommen von Angestellten muss mindestens zwölf Monate über der Versicherungspflichtgrenze von 5.212,50 Euro brutto im Monat (2020) liegen, ehe sie in die private Krankenversicherung wechseln können.

Im Normalfall können freiwillig Versicherte Ihrer gesetzlichen Kasse mit Wirkung zum Ende des übernächsten Kalendermonats kündigen - am 15.07. beispielsweise mit Wirkung zum 31.09. Bedingung ist in der Regel, dass Sie mindestens 18 Monate Mitglied Ihrer Krankenkasse waren. Wenn Ihr Einkommen im Jahr vor dem Antrag auf eine private Krankenversicherung die Versicherungspflichtgrenze von 62.550 Euro (2020) überstiegen hat, können Sie der gesetzlichen Kasse zum Jahresende kündigen. Voraussetzung: die Einkommenserhöhung besteht auch im kommenden Jahr weiter.

Die Rückkehr in die gesetzliche ist möglich, wenn Ihr Einkommen wieder dauerhaft unter die Versicherungspflichtgrenze sinkt. Konkret müssen Sie als Rückkehrwilliger nachweisen, dass Ihr Einkommen mindestens ein Jahr lang weniger als 4.800 Euro monatlich betragen hat. Arbeitslosigkeit: wer sich arbeitslos meldet, wird vom Arbeitsamt grundsätzlich gesetzlich versichertMehr erfahren

Lassen Sie sich beraten

Fordern Sie jetzt einen kostenlosen Vergleich privater Kranken­versicherungen an.

Vielleicht für Sie interessant?

PKV Beratung

Expertenberatung

Lassen Sie sich kostenlos von einem Experten beraten.

PKV Rechner

Tarifberechnung

Vergleichen Sie direkt aktuelle Tarife der PKV Anbieter.

Zusatzversicherung zur PKV

Zusatzversicherung

Zusätzliche Leistungen gezielt absichern.