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Krankenzusatz­versicherung: Was leistet und was kostet sie?

 
Mit einer Krankenzusatzversicherung heben sich gesetzlich Versicherte beim Zahnarzt, Krankenhausaufenthalt oder bei anderen Leistungen auf das Niveau von Privatpatienten. Je nach Zusatzversicherung variieren die Kosten von wenigen Euro im Monat bis hin zu 80 Euro.

 
Welche Tarife einen ausgewogenen Preis-Leistungs-Mix bieten, erfahren Interessierte mit einem unverbindlichen Angebot zur Krankenzusatzversicherung.

Das Wichtigste im Blick

Mit einer Krankenzusatzversicherung stocken gesetzlich Versicherte ihren Gesundheitsschutz erheblich auf.

Eine Zusatzversicherung sichert Kassenpatienten Extraleistungen etwa beim Zahnarzt, im Krankenhaus oder beim Optiker ohne hohe Kostenbelastung.

Die Monatsbeiträge unterscheiden sich je nach Anbieter und Form der Zusatzversicherung stark voneinander.

Welche Krankenzusatz­versicherungen gibt es?

 
Hohe Eigenbeteiligungen an Behandlungskosten insbesondere beim Zahnarzt, happige Medikamenten­zuzahlungen, überfüllte Krankenhauszimmer und gestresste Ärzte – Gesetzliche Versicherte spüren allzu oft, dass die Leistungen ihrer Krankenversicherung Grenzen haben. Mit einer Krankenzusatzversicherung können sie diese allerdings überwinden.

 
Die Zusatzversicherung gibt es für den ambulanten, stationären und zahnärztlichen Heilbehandlungsbereich. Hinzu kommen die Krankenzusatz­versicherung für Heilpraktikerbehandlungen, die Brillenversicherung und die Auslandsreisekrankenversicherung.

Was leistet eine Krankenzusatzv­ersicherung?

 
Abhängig davon, für welche Zusatzversicherung sich Interessierte entscheiden, erhalten sie unterschiedliche Leistungen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Erstattungen.

Ambulante Krankenzusatz­versicherung

Die meisten Zusatzversicherungen leisten für Sehhilfen, Vorsorgeuntersuchungen und Heilpraktiker- sowie alternative Behandlungen. Wer nicht das ganze Leistungspaket braucht, kann den Zusatzschutz auch separat vereinbaren.

Zusatz­versicherung für Heilpraktiker

 

Übernommen werden in der Regel Naturheilverfahren, die in der Gebührenordnung für Heilpraktiker oder im Hufelandverzeichnis enthalten sind, etwa Akupunktur, Homöopathie und Osteopathie.

 

Stationäre Krankenzusatz­versicherung

 

Versicherte entscheiden sich zwischen einem Einbettzimmer- und einem Zweibettzimmertarif. Darüber hinaus haben sie Anspruch auf die Behandlung durch den Chefarzt und dürfen das Krankenhaus frei wählen, in dem sie behandelt werden.

Brillenversicherung

Brillenversicherungen erstatten einen festgelegten Betrag für Brillen und Kontaktlinsen. Je nach Tarif gibt es zudem einen Zuschuss zu Vorsorge- sowie Lasik-Behandlungen.

Krankenhaus­tagegeld­versicherung

Versicherte legen die Höhe des Krankenhaustagegelds bei Vertragsabschluss fest. Dieses können sie frei verwenden.

Zahnzusatz­versicherung

Interessierte können zwischen Tarifen wählen, die den Zuschuss der Krankenkasse lediglich verdoppeln, bis hin zu Angeboten, mit denen der Eigenanteil bei Zahnersatz auf 0 Prozent schrumpft. Unterschieden wird zudem zwischen Zusatzversicherungen, die nur bei Zahnbehandlungen wie einer Wurzelbehandlung leisten, und solchen, die für Zahnersatz wie Implantate greifen.

Auslandsreise­kranken­versicherung

Die Zusatzversicherung kommt im Ausland unter anderem für ärztliche Behandlungen, Operationen, Medikamente, Zahnbehandlungen und einen Klinikaufenthalt auf. Besonders wichtig ist die Erstattung des Rücktransports nach Deutschland, wenn der Versicherte diesen aus eigener Kraft nicht schafft.

Was kostet eine Krankenzusatz­versicherung?

 
Die Kosten für eine Krankenzusatz­versicherung hängen von unterschiedlichen Faktoren ab. Bei allen Formen der Zusatzversicherung gilt: Je leistungsstärker der Tarif sein soll, desto mehr kostet er. Darüber hinaus ist bei einigen Krankenzusatzversicherungen auch das Alter entscheidend, in dem sich Verbraucher für den Extraschutz entscheiden.

 
Die Kosten der Zusatzversicherung sind schließlich auch davon abhängig, wie der Versicherer die Beiträge kalkuliert. Hier gibt es zwei Varianten: Die Prämien können einerseits im Vergleich zu anderen Tarife höher angesetzt werden. Dafür bleiben sie über die Länge der Vertragslaufzeit stabil. Andererseits besteht die Möglichkeit, anfangs einen sehr niedrigen Beitrag zu zahlen, der jedoch mit dem Alter ansteigt.

 
Aufgrund dieser unterschiedlichen Beitragsberechnung kann eine Krankenzusatzversicherung nur wenige Euro im Monat kosten, eine andere dagegen 50 Euro und mehr.

 
Wie groß die Preisspannen sind, zeigt die folgende Übersicht der zuletzt von der Stiftung Warentest untersuchten Zusatzversicherungen.

Auslandskrankenversicherung für Familien:

19 Euro bis
Euro
im Jahr

Auslandskrankenversicherung für Singles:

8 Euro bis
Euro
im Jahr

Zahnzusatzversicherung
(für einen 43-jährigen Modellkunden):

3 Euro bis
Euro
im Monat

Ambulante Krankenzusatzversicherung
(für 43-Jährigen):

6 Euro bis
Euro
im Monat

Krankenhauszusatzversicherung Einbettzimmer
(für 43-Jährigen):

39 Euro bis
Euro
im Monat

Krankenhauszusatzversicherung Zweibettzimmer
(für 43-Jährigen):

37 Euro bis
Euro
im Monat

Auch wenn leistungsstarke Krankenzusatzversicherungen in der Regel teurer sind, bedeutet dies nicht automatisch, dass günstige Angebote einen niedrigen Leistungsumfang haben. Welcher Tarif den besten Mix aus Preis und Leistung bietet, finden Interessierte mit einem kostenlosen Angebot zur Zusatzversicherung heraus.

Welche Krankenzusatz­versicherung ist sinnvoll?

 
Verbraucher sollten sich nur für eine Zusatzversicherung entscheiden, die sie wirklich brauchen. „Wer nur alle fünf Jahre mal zum Heilpraktiker geht, benötigt dafür nicht extra eine Versicherung“, so die Stiftung Warentest.

 
Zu den sinnvollen Zusatzversicherungen zählen die Auslandskranken­versicherung und die Zahnzusatzversicherung. Beide schützen Versicherte vor hohen Kosten.

 
Als eher unnötig sehen Experten dagegen die Zusatzversicherung für Brillen und die Krankenhaustagegeldversicherung. Bei ihnen hält sich das finanzielle Risiko in Grenzen, wenn Kassenpatienten selbst für die Kosten aufkommen. Eine ambulante Krankenzusatzversicherung rechnet sich in der Regel nur dann, wenn Versicherte häufig alternative Heilmethoden in Anspruch nehmen wollen.