Berufsunfähigkeitsversicherung – wichtige Ergänzung zur Krankenversicherung

Bauarbeiter beim telefonieren

Eine weitere sinnvolle Versicherung neben der PKV ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV). Die gesetzliche Krankenkasse und die staatlichen Formen der Berufsunfähigkeitsversicherung bieten wenig, wenn Sie nicht mehr in Ihrem Beruf arbeiten können. Auch die Lohnfortzahlung durch Ihren Arbeitgeber ist eingeschränkt. Von der privaten Krankenversicherung können Sie dann ein zeitlich unbegrenztes Krankentagegeld erhalten. Wenn Sie die Voraussetzungen der PKV jedoch nicht erfüllen, kann nur die private Berufsunfähigkeitsversicherung Ihren Lebensunterhalt sichern. Diese kann Ihnen bei Berufsunfähigkeit eine Rente zahlen, deren Höhe Sie festlegen.

Berufsunfähigkeit – ein Risiko, das jeden betrifft

Berufsunfähigkeit ist ein Thema, mit dem sich jeder Berufstätige auseinandersetzen muss. Jeder vierte von ihnen verliert vor Rentenbeginn die Fähigkeit, in seinem Beruf zu arbeiten. Dennoch schließen viele keine Berufsunfähigkeitsversicherung ab, da sie sich des Risikos nicht bewusst sind. Auslöser können eine Krankheit, ein Unfall oder Invalidität sein. Psychische Beschwerden, Muskel- und Knochenschäden, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebs sind die häufigsten Ursachen. Psychische Leiden sind besonders oft der Grund. Das Risiko der Berufsunfähigkeit besteht also nicht nur bei körperlichen Berufen.

 

Magere staatliche Unterstützung

Erliegen Sie dem Schicksal der Berufsunfähigkeit, bekommen Sie vom Staat kaum finanzielle Hilfe, was eine Berufsunfähigkeitsversicherung womöglich notwendig werden lässt. Sind Sie noch fähig, täglich zwischen drei und sechs Stunden in irgendeinem Beruf zu arbeiten, sind Sie „halb erwerbsgemindert“. Der Staat zahlt Ihnen dann nur etwa 15 Prozent Ihres vorherigen Bruttoeinkommens. Außerdem darf er von Ihnen verlangen, dass Sie eine andere Beschäftigung annehmen, die nichts mit Ihrer vorherigen Tätigkeit gemeinsam hat. Wenn Sie täglich nur noch maximal drei Stunden arbeiten können, sind Sie „voll erwerbsgemindert“. Selbst dann gibt Ihnen der Staat nur rund 30 Prozent Ihres vorherigen Bruttogehalts. Somit entsteht Ihnen eine eklatante Finanzlücke. Diese können Sie nur mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung, die bedingungslos bei 50-prozentiger Berufsunfähigkeit zahlt, schließen.

 

Private Krankenversicherung – Krankentagegeld

Haben Sie die Möglichkeit, eine private Krankenversicherung oder Krankenzusatzversicherung abzuschließen, so sollten Sie in diesem Rahmen ein Krankentagegeld vereinbaren. Dieses können Sie während der Phase der Berufsunfähigkeit erhalten. Sind Sie Angestellter, so endet die Lohnfortzahlung durch Ihren Arbeitgeber üblicherweise nach sechs Wochen. Die entstehende Finanzlücke können Sie durch das Krankentagegeld schließen. Sie können dann zeitlich unbegrenzt einen festgelegten Betrag erhalten. Sind Sie nicht zum Abschluss einer PKV berechtigt, so hilft Ihnen nur die Berufsunfähigkeitsversicherung.

 

Was bietet eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung erkennen Sie vor allem daran, dass sie schon bei 50-prozentiger Berufsunfähigkeit die vereinbarte Rente zahlt. Der Versicherer ist dann nicht berechtigt, von Ihnen zu verlangen, dass Sie einen anderen Beruf annehmen. Achten Sie auf eine ausreichende Höhe der Zahlungen, die Sie im Ernstfall erhalten. Sie entscheiden mit, wie viel Geld Sie durch Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen.

 

Wichtige Aspekte

Einige Punkte müssen Sie bei der Suche nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung unbedingt beachten. Nur dann ist es möglich, dass Sie im Ernstfall ausreichend Unterstützung durch die Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten.

Verzicht auf abstrakte Verweisung
Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung enthält einen Verzicht auf abstrakte Verweisung.
Dies bedeutet, dass Sie bei Berufsunfähigkeit nicht dazu aufgefordert werden dürfen, einen anderen Beruf anzunehmen. Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung ohne abstrakte Verweisung bekommen Sie also auch dann Ihre Rente, wenn Sie noch immer in einem anderen Beruf arbeiten könnten.

Nachversicherungsgarantie
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Nachversicherungsgarantie bietet einen wichtigen Vorteil: Sie können die Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung nachträglich ohne erneute Gesundheitsprüfung erweitern. Mögliche Gründe für eine Erweiterung Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung sind unter anderem eine Änderung der Familiensituation und ein Anstieg Ihres Einkommens.

Karenzzeit
Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Karenzzeit. Diese besagt, wann Sie die Leistungen tatsächlich erhalten können. Mögliche Karenzzeiten sind 6, 12, 18 oder 24 Monate nach Eintritt der Berufsunfähigkeit. Mit der Länge der Karenzzeit sinken die monatlichen Beiträge, die Sie zahlen müssen.

 

Vergleich mit Berater

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist kein leicht durchschaubares Produkt. Es gibt eine hohe Zahl an möglichen Leistungen, die Sie ohne Hilfe eines Experten nicht beurteilen können. Sie sollten daher die Chance einer kostenlosen Experten-Suche nutzen. Dieser wird Ihnen dabei helfen, die für Sie beste Versicherung zu finden.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch in unserem Fachportal zur Berufsunfähigkeitsversicherung unter www.berufsunfaehigkeit.com