Die gesetzliche Krankenversicherung

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In Deutschland sind rund 50 Millionen Menschen bei den gesetzlichen Krankenkassen versichert. Zählt man die Familienangehörigen hinzu, so erhält man eine Zahl von etwa 70 Millionen Versicherten. Im Sinne einer soliden Grundversorgung ist der Leistungsumfang von gesetzlichen Krankenversicherungen weitgehend rechtlich festgelegt.

Der Beitragssatz beträgt 15,5 Prozent des Bruttogehalts, wovon der Arbeitgeber 8,2 Prozent übernimmt. Einige gesetzliche Krankenversicherungen fordern Zusatzbeiträge. Kündigt Ihr Anbieter an, dass er künftig einen Zusatzbeitrag verlangen oder erhöhen wird, so können Sie fristlos kündigen.

Preis- und Leistungsunterschiede auch bei der gesetzlichen Krankenversicherung

Eine kostengünstig arbeitende gesetzliche Krankenversicherung kann Ihnen Geld erstatten. Wenn Sie aktiv an Ihrer Gesundheit arbeiten, bekommen Sie mit Bonusmodellen oft hohe finanzielle Zuschüsse. Mit vielen Wahltarifen mit Selbstbeteiligung, Kostenerstattung und Beitragsrückerstattung sowie mit Chroniker- und Hausarztmodellen sind bei der gesetzlichen Krankenversicherung hohe Einsparungen möglich.

Über die Grundversorgung hinaus bieten Ihnen viele Kassen freiwillig Leistungsextras – zum Beispiel 24-Stunden-Hotlines, Terminreservierungen beim Facharzt, Reiseimpfungen, Ernährungskurse oder Kostenerstattungen für Naturheilbehandlung.

Ein GKV Vergleich lohnt daher allemal, um möglicherweise die Kasse zu wechseln, bares Geld zu sparen und mehr Leistungen zu erhalten.

Gesetzliche Krankenversicherung – höhere Kosten, geringere Leistungen

Die gesetzlichen Änderungen der letzten Jahre haben sowohl Beitragserhöhungen als auch Leistungskürzungen der gesetzlichen Krankenversicherung mit sich gebracht. Dies hat sich vor allem durch Anhebungen des Beitragssatzes und die Einführung von Zusatzbeiträgen einerseits und den Wegfall vieler Zahnarztleistungen andererseits bemerkbar gemacht. Mit der Gesundheitsreform 2011 ist der allgemeine Beitragssatz der GKV von 14,9 auf 15,5 Prozent gestiegen. Die Arbeitgeberbeteiligung von 8,2 Prozent wurde eingefroren, was bedeutet, dass die wachsenden Beiträge von den Versicherten übernommen werden müssen.

Dies soll über Zusatzbeiträge erfolgen, die seit Beginn 2011 beliebig von den gesetzlichen Krankenversicherungen bestimmt werden dürfen. Das Institut für Gesundheitsökonomie der Universität Köln errechnete, dass es 2020 zu Zusatzbeiträgen von bis zu 100 Euro kommen kann.

Gesetzliche Krankenversicherung oft teurer als PKV
Zu beachten bei der Kostenberechnung der GKV ist auch die Beitragsbemessungsgrenze von aktuell 45.900 Euro. Der Beitragssatz berücksichtigt nur den Teil des Einkommens, der unterhalb dieser Einkommensschwelle liegt. Für GKV-Versicherte macht es also keinen Unterschied, ob sie 45.900 Euro oder mehr verdienen. Ein entscheidender Punkt hierbei ist, dass die private Krankenversicherung die Prämien, die der Versicherte zu zahlen hat, nicht nach dessen Einkommen kalkuliert. Bei der PKV sind persönliche Faktoren wie Ihr Alter, Ihr Geschlecht und Ihr Gesundheitszustand ausschlaggebend.

Für gesunde und gut verdienende Angestellte kann sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung daher besonders lohnen. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie über ein Jahresbruttoeinkommen von mehr als 50.850 Euro verfügen (Stand 2012). Nicht selten erhebt die PKV geringere Beiträge als die gesetzliche Krankenversicherung, selbst wenn Sie ein weitaus umfassenderes Leistungspaket nutzen. Dazu können hochwertige stationäre und ambulante Optionen, etwa die Chefarztbehandlung oder Heilpraktikermethoden, zählen.

Wenn Sie als gesunder und PKV-berechtigter Angestellter besonders viel sparen möchten, können Sie sich für den Basistarif einer privaten Krankenversicherung entscheiden. Der Versicherungsschutz entspricht dann in etwa dem, den die gesetzliche Krankenversicherung bietet, die Beiträge können aber weitaus geringer ausfallen. Die gesetzliche Krankenversicherung hingegen finanziert ausschließlich medizinische Basisleistungen.

Wegen der zunehmenden Leistungsreduzierung und steigenden Zusatzbeiträgen ist eine Krankenzusatzversicherung eine sinnvolle und zudem preiswerte Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung. 

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