Private Krankenversicherung für Studenten
- Studenten können sich zu Beginn ihres Studiums von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse befreien lassen und eine private Krankenversicherung für Studenten abschließen.
- Die günstigen Studententarife sind auf die Bedürfnisse der zukünftigen Akademiker abgestimmt und enthalten oft bessere Leistungen als die gesetzlichen Tarife.
Vorteile der privaten Krankenversicherung für Studenten
Studenten können sich in der privaten Krankenversicherung in günstigeren Studententarifen versichern.
Anders als in der gesetzlichen Krankenkasse werden diese Vergünstigungen nicht so stark zeitlich begrenzt.
Sie sind meist von der Anzahl der Semester unabhängig und werden bis zu einem Alter von 34 Jahren gewährt.
Während Studenten in der GKV normal nicht mit Beitragsrückerstattungen rechnen können, erhalten sie in der PKV oftmals Geld zurück, wenn sie innerhalb eines Jahres keine Kosten verursacht haben.
Daneben profitieren privat versicherte Studenten zum Beispiel auch von der
- freien Arztwahl, sie zahlen keine Praxisgebühr und tragen die Kosten für Medikamente und Hilfsmittel nicht selbst.
- Sogar Vorsorgeuntersuchungen, Zahnersatz, Sehhilfen oder die Heilpraktikerbehandlung werden meist von der Versicherungsgesellschaft übernommen.
Deshalb lohnt sich in vielen Fällen die private Krankenversicherung für Studenten, auch wenn die Beiträge mitunter höher sein können, als in der Gesetzlichen.
Die Krankenversicherung für Studenten
Studenten müssen sich vor dem Beginn ihres Studiums Gedanken machen, wie sie sich versichern möchten. Grundsätzlich werden sie zu Beginn des Studiums versicherungspflichtig, als Akademiker von morgen können sie jedoch selbst entscheiden, ob sie sich gesetzlich oder privat krankenversichern wollen.
Gesetzliche Krankenversicherung
- Studienanfänger, die bei ihren Eltern gesetzlich familienversichert sind, können auch während des Studiums beitragsfrei versichert bleiben und so ihre medizinische Grundversorgung absichern. Allerdings nur bis zum 25. Lebensjahr (plus 1 Jahr bei geleistetem Zivil- oder Wehrdienst).
- Studenten, die diese Altersgrenze überschritten haben oder aber einen Verdienst über 400 Euro im Monat haben, müssen sich selbst gesetzlich pflichtversichern.
- Die vergünstigte gesetzliche Krankenversicherung für Studenten endet mit dem 14.Fachsemester oder aber mit dem 30.Lebensjahr.
- Spätestens dann kann eine private Krankenversicherung für Studenten günstiger sein bzw. ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.
Private Krankenversicherung
- Erstsemester, deren Eltern privat versichert sind, waren als Schüler meist ebenfalls privat krankenversichert.
- Sie können in ihrer privaten Krankenversicherung bleiben, wenn sie sich innerhalb der ersten 3 Monate ihres Studiums von der Versicherungspflicht befreien lassen.
- Gleiches gilt für alle anderen, die eine private Krankenversicherung für Studenten anstreben. Bei der Immatrikulation muss die Bescheinigung über die Befreiung von der Versicherungspflicht vorgelegt werden.
Tipp: Die Tarife der privaten Krankenversicherung für Studenten sind in manchen Fällen zwar etwas teurer als die der gesetzlichen, bieten aber auch ein wesentlich größeres Leistungsspektrum.
Weitere Versicherungen für Studenten
Private Haftpflichtversicherung
Gleich nach der Krankenversicherung stellt die private Haftpflicht-versicherung die wichtigste Versicherung überhaupt dar. Jeder war bestimmt schon einmal in einer Situation, in der unabsichtlich einem anderen Menschen Schaden zugefügt wurde. Kurz einmal nicht aufgepasst und schon ist das Unglück geschehen: Der neue Teppich hat einen Rotweinfleck bekommen.
Viel schlimmer wären die Folgen einer Nachlässigkeit im Straßenverkehr. Die Unachtsamkeit zu Fuß oder per Fahrrad kann existenzbedrohend werden, wenn Personen zu Schaden kommen.
Nach deutschem Recht ist jeder, der einer anderen Person einen Schaden an Leib, Leben oder Sachen zufügt, zum Ersatze dieses Schadens verpflichtet. Es wird immer mit dem gesamten Vermögen gehaftet und darüber hinaus!
Beispiel:
In die Nachbarswohnung ziehen ganz unverhofft drei nette, junge Damen ein. Natürlich wird sofort Hilfe beim Hochtragen angeboten. In der Mitte des 4. Stockes merkt man plötzlich, dass der Fernseher alleine doch zu schwer ist. Das gute Stück gleitet aus den Händen und macht sich selbstständig. Niemand kommt zu Schaden, aber im dritten Stock liegt nur noch ein Haufen Schrott. Wer soll den Schaden jetzt bezahlen?
Die netten, neuen Nachbarinnen, die natürlich nicht besonders froh über den Verlust sind?
In diesem Fall zahlt die eigene private Haftpflichtversicherung, sofern Gefälligkeitsschäden mitversichert sind! Glück gehabt...
Um nicht sehr lange oder sogar sein ganzes Leben lang für einen unachtsamen Moment büßen zu müssen, sollte man eine private Haftpflichtversicherung abschließen. Dabei ist vor allem auf folgende Leistungen zu achten:
Versicherungssumme min. 3-5 Mio. Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden
Mietsachschäden min 100.000 Euro (inklusive Beschädigung von Gegenständen in Hotels oder Ferienwohnungen)
Mitversicherung von Allmählichkeitsschäden (Schäden die langsam in einer längeren Zeit entstanden sind)
- Mitversicherung des nicht gewerbsmäßigen Hütens fremder Hunde und Pferde
- Mitversicherung von eigenen Surfbrettern
- Gefälligkeitsschäden (siehe Beispiel)
- Aufenthalt im Ausland (min. 1 Jahr)
- Mitversicherung der Forderungsausfalldeckung (falls man selbst der Geschädigte ist und der Verursacher keine Haftpflicht hat)
- Schlüsselschäden (private und gewerbliche Schlüssel) min. 2500 Euro
Eine solche Haftpflichtversicherung für Singles ohne Selbstbeteiligung kostet ab 45 Euro pro Jahr. Bei einigen Gesellschaften wird sogar ein evtl. späterer Auslandsaufenthalt gleich mitversichert. Dies kann insbesondere bei Auslandssemestern wichtig werden. In diesem Fall, läuft die Haftpflicht im Ausland genauso weiter wie zu Hause. Sofern man natürlich nicht dauerhaft umzieht.
Versichert bei den Eltern
In der Regel bleibt der Student kostenlos bei den Eltern mitversichert. Voraussetzung dafür ist aber, dass er vor dem Studium nicht berufstätig war und nicht verheiratet ist. Eine Ausbildung zählt nicht zur Berufstätigkeit.
Bei einigen Versicherungen endet die beitragsfreie Mitversicherung, wenn der Student nicht mehr bei den Eltern wohnt.
Weitere Informationen über die private Haftpflichtversicherung auf www.finanzen.de/haftpflichtversicherung.html
Reiseversicherung
Auslands-Reisekrankenversicherung
Die Auslands-Reisekrankenversicherung ist unverzichtbar für alle, die gesetzlich krankenversichert sind und Reisen außerhalb von Deutschland unternehmen. Behandlungen im Ausland können sehr teuer werden. Die Reisekrankenversicherung übernimmt bei Krankheit die Behandlungskosten im Ausland und (falls notwendig) den Rücktransport nach Deutschland. Der Schutz der privaten Krankenversicherung gilt dagegen weltweit.
Reiserücktrittsversicherung
Wenn eine Reise abgesagt werden muss, entstehen meist nicht unerhebliche Stornokosten. Eine Reiserücktrittsversicherung ist gerade bei teureren und lange im Voraus gebuchten Reisen sehr ratsam. Bei Absage der Reise aus wichtigen Gründen (z.B. Krankheit, Tod eines nahen Angehörigen, erheblicher Eigentumsverlust) übernimmt die Reiserücktrittsversicherung die Stornokosten. Oft fällt dabei eine Eigenbeteiligung von 10-20% für den Versicherten an.
Gepäckversicherung
Bei der Gepäckversicherung sind strenge Sorgfalts- und Verhaltensregeln zu beachten. Schon das Tragen von wertvoller Kleidung oder Schmuck in Südeuropa gilt als fahrlässig und ist somit nicht versichert. Grundsätzlich nicht versichert sind Geld, Wertpapiere und medizinische Hilfsmittel. Aufgrund zahlreicher Ausschlüsse kann auf eine Gepäckversicherung i.d.R. verzichtet werden. Ist der Schaden im Hotelzimmer oder im Ferienhaus entstanden wird der Schaden meist von der normalen Hausratversicherung übernommen.
Weitere Informationen zum Thema Reiseversicherung auf www.finanzen.de/reiseversicherung.html
Hausratversicherung
Die Hausratversicherung soll hier nur kurz erwähnt werden. Sie sichert den Hausrat bei Schäden durch Einbruchdiebstahl, Wasser, Blitz und Sturm.
Es sollte immer der Wert der Sachgegenstände in der Wohnung berücksichtigt werden. Meistens lohnt es für Studenten einfach nicht, die kleine Studentenbude zu versichern. Hat man lediglich einen alten Computer, eine gebrauchte Couch und ein paar Klamotten, so macht eine Hausratversicherung kaum Sinn. Steigt der Wert der Einrichtung und eine Hausratversicherung soll her, so gilt die Faustregel: mindestens 700 Euro Versicherungssumme pro Quadratmeter Wohnfläche.
Weitere Informationen über die Hausratversicherung auf www.finanzen.de/hausratversicherung.html
