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Welche Kranken­versicherung ist für den Studenten die beste Wahl?

Bei ihrer Krankenversicherung haben Studenten zu Beginn des Studiums die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Absicherung. Wer bisher Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse gewesen ist, kann sich nun von der Versicherungspflicht befreien und eine private Krankenversicherung abschließen.

Warum dies sinnvoll ist? Die zukünftigen Akademiker können die Leistungen selbst zusammenstellen. Zudem bieten die günstigen PKV-Tarife oft ein besseres Leistungsniveau als die gesetzliche Krankenversicherung. Vor allem Kinder von Beamten profitieren von sehr preiswerten Angeboten. Gerade für sie ist die private Krankenversicherung die richtige Entscheidung. Wichtig ist dabei, eine private Krankenversicherung zu wählen, die nicht nur günstig, sondern auch leistungsstark ist.

Studenten können bei ihrer Kranken­versicherung wählen

Vor dem Uni-Start müssen sich Studierende Gedanken machen, ob sie sich privat oder gesetzlich krankenversichern. Grundsätzlich werden sie mit Beginn des Studiums versicherungspflichtig, müssen sich also gesetzlich krankenversichern. Studenten können jedoch entscheiden, ob sie dies bleiben oder in die private Krankenversicherung gehen. Dazu haben sie maximal drei Monate ab dem Zeitpunkt der Einschreibung Zeit.

Um in die private Krankenversicherung zu wechseln, müssen sich Studenten in diesem Zeitraum von der Versicherungspflicht befreien. Einen entsprechenden Antrag gibt es bei der aktuellen Krankenkasse. Wer dies nichts tut, wird Mitglied einer gesetzlichen Kasse. Das gilt auch, wenn Studierende bis dahin privat versichert waren, etwa weil die Eltern eine private Krankenversicherung abgeschlossen haben.

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Achtung: Sind Studenten nicht über die gesetzliche Krankenversicherung der Eltern mitversichert, sind sie Mitglied der studentischen Kranken­versicherung. Dort liegt der monatliche Beitrag bei derzeit rund 66 Euro zuzüglich Zusatzbeitrag (maximal 11 Euro) und Pflegeversicherung (zwischen 20 und 22 Euro).

PKV oder GKV: Die beste Krankenversicherung für Studenten

Sowohl PKV als auch GKV bieten Vor- und Nachteile für Studenten. Die private Krankenversicherung überzeugt mit umfassenden Leistungen und der Möglichkeit, diese maßgeschneidert zu den persönlichen Bedürfnissen zusammenzustellen. Die gesetzliche Krankenkasse ist hingegen durch die Familienversicherung bis zu einem bestimmten Alter kostenlos.

Vorteile einer PKV für Studenten

Nachteile für privatversicherte Studenten

Tipp: Mit einem Versicherungsexperten können interessierte Studenten detailliert besprechen, welche Vorzüge und Fallstricke die private Kranken­versicherung für die persönliche Lebenssituation hat. Er zeigt ihnen auch die Anbieter auf, die am besten zu den individuellen Wünschen an die Krankenversicherung passen.

Vorteile der GKV für Studenten

Nachteile für Studenten als Kassenpatient

Übersicht: Wann lohnt sich welche Krankenversicherung für Studenten

Unter 25 Jahre min­destens ein Elternteil ver­beamtet ist oder alter­nativ nur frei­willige Ver­sicherung in der GKV möglich ist oder Einkommen über 405 Euro/ Monat (Minijob: 450 Euro) liegt Familien­versicherung greift
25 Jahre und älter nur freiwillige Ver­sicherung in der GKV möglich ist studen­tische Kranken­versicherung greift
Über 30 Jahre oder ab 14. Fach­semester nur freiwillige Ver­sicherung in der GKV möglich ist

Wie geht es mit der Krankenversicherung nach dem Studium weiter?

Haben sich Studenten für die private Krankenversicherung entschieden, können sie während ihres Studiums nicht mehr in die GKV wechseln. Erst mit dem Eintritt in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung können sie wieder Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse werden. Die Entscheidung für die PKV ist somit bindend.

Sollten Studierende nach ihrem Abschluss auf Arbeitslosengeld II angewiesen sein, zahlt das Jobcenter einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung von maximal 352 Euro (2019).

Ist ein Wechsel zurück in die private Krankenversicherung nach Studienabschluss möglich?

Wer als bisher Privatversicherter für das Studium gesetzlich versichert sein möchte, aber anschließend wieder Kunde eines PKV-Anbieters werden will, kann sich eine sogenannte Anwartschaft sichern. Dadurch ist es möglich, ohne erneute Gesundheitsprüfung zurück in die PKV zu wechseln. Weitere Informationen dazu liefert der aktuelle private Krankenversicherer.

Privat oder gesetzlich versichert: Welche Entscheidung ist richtig für Studenten?

Welche Krankenversicherung die richtige Entscheidung ist, hängt von zwei wichtigen Fragen ab:

  • Welchen Schutz wünscht sich der Student für seine Gesundheit? Reicht ein Grundschutz wie bei der GKV? Oder will man von einer besseren Behandlung beim Arzt profitieren?
  • Welchen Weg gehen Studenten nach dem Studium? Wer beispielsweise weiß, dass er eine Beamtenlaufbahn einschlägt, sollte aufgrund der Beihilfe abwägen, eine private Krankenversicherung zu wählen. Müssen junge Akademiker nach dem Uniabschluss wahrscheinlich einige Zeit der Arbeitslosigkeit in Kauf nehmen, kann es ratsam sein, sich über die GKV zu versichern.

Unabhängig davon, wie die Wahl auswählt, ist es für Studierende sehr sinnvoll, mehrere Angebote der Versicherer zu berücksichtigen. Insbesondere mit Blick auf die Kosten gibt es große Unterschiede, die bei einem schmalen Budget deutlich spürbar sind.