Private Krankenversicherung: Welche Kosten entstehen?

Kosten der privaten Krankenversicherung

Die Höhe der Beiträge in der privaten Krankenversicherung ist abhängig vom gewählten Leistungspaket.
Die Liste der möglichen Leistungen ist lang und damit auch die Bandbreite der Tarife – vom günstigen Mindesttarif für junge Selbstständige bis hin zum umfassenden Top-Tarif für Anspruchsvolle.


Wie teuer ist die PKV?

Die Beitragshöhe richtet sich vor allem nach Alter, Beruf und möglichen Vorerkrankungen des Versicherten und der gewünschten Selbstbeteiligung – ähnlich der Kfz-Kasko können Sie in der Privatkrankenversicherung kräftig sparen, wenn Sie bereit sind, jährlich einen bestimmten Betrag Ihrer Krankheitskosten selbst zu übernehmen. Zudem erhalten Sie ähnlichen der GKV einen Arbeitgeberzuschuss in der PKV.

Außerdem: Wer seinen Versicherer ein Jahr lang keinen Pfennig kostet, erhält oft ein bis drei Monatsbeiträge von seinen Prämienzahlungen zurück.

Kostenerstattung - Wie werden die Kosten erstattet?

Das Krankenhaus rechnet direkt mit der Versicherung ab
Fürs Krankenhaus haben Sie eine Klinik-Card, auf der vermerkt ist, welche Leistungen Ihr Vertrag umfasst – so bekommen Sie sofort das gewünschte Ein- oder Zweibettzimmer oder die Behandlung durch den Chefarzt. Die Kosten rechnet das Krankenhaus direkt mit Ihrer Versicherung ab.

Die Krankenversicherung zahlt nach Rechnungsvorlage
Lassen Sie sich ambulant vom Arzt, Zahnarzt oder Heilpraktiker behandeln, erhalten Sie eine Rechnung. In der Regel haben Sie eine Zahlungsfrist von 4 Wochen. Diese Zeit reicht aus, um die Rechnung an den Versicherer weiter zu schicken. Der Versicherer überweist die Behandlungskosten dann umgehend auf Ihr Konto. Sie bezahlen erst jetzt den Arzt und brauchen nicht in Vorleistung zu treten.

Bei besonders hohen Rechnungen die Krankenversicherung vorher kontaktieren
Medikamente bezahlen Sie gleich in der Apotheke. Die Quittung darüber reichen Sie einfach bei der Versicherung ein, der Betrag wird auf Ihr Konto erstattet. Sind die Kosten – etwa für spezielle Medikamente – einmal sehr hoch, sollten Sie dies mit Ihrem Versicherer rechtzeitig klären. In aller Regel findet sich auch in diesem Fall eine einvernehmliche Lösung.
Sind Sie nicht sicher, was im Einzelfall erstattet wird oder versucht ein Arzt, eine spezielle Zusatzvereinbarung mit Ihnen zu treffen, sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrer Versicherung Rücksprache halten. Hierzu bieten alle Privatversicherer eigene Service-Hotlines an.

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Beitragsentwicklung der privaten Krankenversicherung - Kosten im Alter

Ein gern benutztes Argument gegen die private Krankenversicherung sind die angeblich hohen Beitragssteigerungen im Alter. Beitragsvorteile in jüngeren Jahren würden demnach durch Beitragssteigerungen im Alter aufgehoben. Ein Mythos, der so nicht stimmt. Der private Krankenversicherungsschutz ist eine verlässliche und solide Entscheidung für die Gegenwart und die Zukunft.

Kostenanstieg bei der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung
Es ist richtig, dass es in der Vergangenheit teilweise erhebliche Beitragssteigerungen gegeben hat. Diese sind die Folge von Kostensteigerungen im Gesundheitswesen und des medizinischen Fortschritts. Von diesen Kosten- und Beitragssteigerungen waren die gesetzlichen Kassen ebenfalls betroffen. Im Vergleich ist zu berücksichtigen, dass der Gesetzgeber erhebliche Zuzahlungserhöhungen und Leistungskürzungen vorgenommen hat. Die private Krankenversicherung berühren diese Maßnahmen nicht.

Das Älterwerden führt nicht zu steigenden Beiträgen
Die private Krankenversicherung bildet eine Vorsorge für das Alter. Im Beitrag sind Altersrückstellungen enthalten. Jüngere Mitglieder zahlen somit mehr, als es für das gegenwärtige Gesundheitsrisiko angemessen wäre. Diese Altersrückstellungen werden verzinslich angelegt und bei steigendem Krankheitsrisiko im Alter langsam aufgelöst. Um zukünftige Kostensteigerungen besser abfangen zu können, wird seit dem 1.1.2000 bei allen Neuversicherten zusätzlich ein 10-prozentiger Zuschlag erhoben, der den Altersrückstellungen zugeführt wird. Ab dem 61. Lebensjahr entfällt der Zuschlag und der Beitrag wird somit um 10% verringert. Durch die Bildung der Altersrückstellung führt das Älterwerden des Versicherten somit nicht zu steigenden Beiträgen.

Tarifwechsel zur Kostensenkung jederzeit möglich
Wenn Sie z.B. aufgrund einer unerwartet niedrigen Rente im Ruhestand sparen wollen, bieten sich mehrere Möglichkeiten. Sie können in einen preisgünstigeren Tarif wechseln, bestimmte Leistungen reduzieren (z.B. Zweibettzimmer statt Einbettzimmer) oder den Selbstbehalt erhöhen. Ab 65 können Sie auch in den so genannten Standardtarif wechseln, der mindestens die Leistungen der gesetzlichen Kasse bietet und maximal soviel wie der durchschnittliche Höchstbetrag der gesetzlichen kosten darf. Die angesammelten Altersrückstellungen werden voll angerechnet und vermindern den Beitrag entsprechend.

Rentenzuschuss in der PKV

Rentner, die einen Anspruch aus einer gesetzlichen Rentenversicherung haben, können einen Zuschuss zu ihren PKV-Beiträgen beantragen. Der Rentenversicherungsträger übernimmt 50 Prozent des GKV-Beitragssatzes aus der Krankenversicherung der Rentner (KVdR). Maximal kann der Beitragszuschuss für privat versicherte Rentner jedoch die Hälfte des gesamten Beitrags zur Krankenversicherung betragen. Wird ein Antrag auf Zuschuss bewilligt, so erhalten Rentner den Beitragszuschuss gemeinsam mit der Rente ausgezahlt.


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