Kranken­kassen­beiträge und Beitrags­­änderungen auf einen Blick.

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Wie hoch ist der Kranken­kassen­beitrag 2020 / 2021?

Der Krankenkassen­beitrag liegt generell bei 14,6 Prozent des Einkommens. Die Kassen können jedoch einen individuellen Zusatzbeitrag festlegen. Daher schwankt der tatsächliche Krankenkassen­beitrag 2021 je nach Bundesland zwischen 14,8 Prozent und 17,3 Prozent. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt 2021 bei 1,3 Prozent, im Vergleich zu 2020 ist er damit um 0,2 Prozent gestiegen.

Durch die Coronakrise werden die negativen Bilanzen der Krankenkassen weiter verstärkt. Im letzten Jahr sind die Ausgaben pro Versicherten stark gestiegen. Dieser Trend geht durch die Mehrausgaben der aktuellen Coronakrise noch weiter. Trotz zusätzlicher Bundeszuschüsse werde es nach Ansicht des GKV-Spitzenverbandes schwer, den Zusatzbeitrag für 2022 weiterhin stabil bei 1,3 Prozent zu halten.

Beiträge 2020 / 2021

Krankenkassen­beiträge: Welche Krankenkassen haben ihre Beiträge geändert?

Wie sich der Krankenkassenbeitrag 2021 entwickeln wird, hängt im Wesentlichen von der Finanzlage der jeweiligen Kasse ab. So führen unter anderem der medizinische Fortschritt und Mehrausgaben im Zuge neuer Gesetze im Gesundheitsbereich zu höheren Kosten bei den Krankenkassen. Gleichzeitig nehmen diese durch die sehr gute Beschäftigungslage mehr Geld ein und können somit hochwertige Leistungen bei attraktiven Beiträgen anbieten.

2021 stieg der durchschnittliche Zusatzbeitrag auf 1,3 Prozent. Das ist ein Anstieg von 0,2 Prozent im Vergleich zu 2020. Bei diesem Wert handelt es sich allerdings nur um eine Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums. Die Kassen sind an die Entscheidung des Gesundheitsministeriums nicht gebunden. Erheben sie einen überdurchschnittlichen Zusatzbeitrag, müssen sie ihre Mitglieder allerdings darauf hinweisen, dass sie zu einer günstigeren Kasse wechseln können.

Wie sich der Krankenkassenbeitrag der 65 größten oder bekanntesten Krankenkassen zuletzt entwickelt hat, zeigt unsere Übersicht:

BKK Euregio Ham­­burg
Nord­­rhein-West­­falen
14,95 % 14,95 %
hkk Bundes­­weit 14,99 % 14,99 %
BKK PFAFF Rhein­­land-Pfalz 15 % 15 %
AOK Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt 14,6 % 15,2 %
BKK firmus Bundesweit 15,04 % 15,44 %
BKK Akzo Nobel Bayern 15,1 % 15,9 %
BKK Verbund­Plus Bundes­­weit 15,1 % 15,7 %
AOK Plus Sachsen
Thüringen
15,2 % 15,8 %
BKK Scheu­­­felen Baden-Würt­­tem­­­berg 15,2 % 15,5 %
IKK gesund plus Bundesweit 15,2 % 15,7 %
BKK Faber-Castell Bayern 15,25 % 15,25 %
AOK Bremen und Bremer­­­haven Bremen 15,3 % 15,9 %
Audi BKK Bundes­­weit 15,3 % 15,7 %
BKK Freudenberg Baden-Württem­­­berg
Bayern
Berlin
Hessen
Nieder­­­sachsen
Nord­­rhein-West­­falen
Rhein­­land-Pfalz
Sachsen
15,3 % 15,9 %
BKK SBH Baden-Württem­­­berg 15,3 % 15,58 %
Debeka BKK Bundes­­weit 15,3 % 15,5 %
Techniker Bundes­­weit 15,3 % 15,8 %
AOK Niedersachsen Niedersachsen 15,4 % 15,9 %
AOK Hessen Hessen 15,5 % 15,9 %
AOK Baden-Württem­­­berg Baden-Württem­­­berg 15,5 % 15,7 %
AOK Nordwest Westfalen-Lippe
Schleswig-Holstein
15,5 % 15,9 %
AOK Nordost Berlin
Brandenburg
Mecklen­­burg-Vor­­pommern
15,5 % 16,1 %
AOK Rhein­­land-Pfalz / Saar­­land Rhein­­land-Pfalz
Saar­­land
15,5 % 15,5 %
R + V BKK Bundesweit 15,8 % 15,8 %
mhplus Bundesweit 15,58 % 15,88 %
BKK 24 Bundesweit 15,6 % 15,6 %
HEK Bundesweit 15,6 % 15,9 %
IKK classic Bundesweit 15,6 % 15,9 %
AOK Bayern Bayern 15,7 % 15,7 %
AOK Rhein­­land / Ham­­burg Rhein­­land-Pfalz
Ham­­burg
15,7 % 15,7 %
BARMER Bundesweit 15,7 % 16,1 %
BKK Linde Bundesweit 15,7 % 15,9 %
Heimat Bundesweit 15,7 % 15,7 %
Knappschaft Bundesweit 15,7 % 16,2 %
SECUR­­VITA Bundesweit 15,7 % 15,7 %
BKK Mobil Oil Bundesweit 15,7 % 15,89 %
WMF BKK Bundesweit 16,2 % 16,2 %
Bahn BKK Bundesweit 15,8 % 15,8 %
BKK GILDEMEISTER Bundesweit 15,8 % 15,8 %
VIACTIV Bundesweit 15,8 % 16,2 %
Bertels­­mann BKK Bundesweit 15,85 % 15,85 %
TUI BKK Bundesweit 15,85 % 15,85 %
Die BERGISCHE Nord­­rhein-West­­falen
Hamburg
15,88 % 16 %
BIG direkt gesund Bundes­­weit 15,9 % 15,9 %
BKK VBU Bundes­­weit 15,9 % 15,9 %
BKK ProVita Bundes­­weit 15,9 % 15,9 %
Conti­­­nentale BKK Bundes­­weit 15,9 % 16 %
IKK - Die Innovationskasse (ehemals IKK Nord) Bundesweit 15,9 % 15,9 %
SBK Bundes­­weit 15,9 % 15,9 %
vivida bkk Bundes­­weit 15,9 % 15,9 %
BKK WIRT­­SCHAFT UND FINANZEN Baden-Württem­­berg
Bayern
Berlin
Branden­­burg
Bremen
Hamburg
Hessen
Nieder­­sachsen
Nord­­rhein-West­­falen
Rhein­­land-Pfalz
Saar­­land
Sachsen
15,99 % 15,99 %
BKK Pfalz Bundes­­weit 16 % 16 %
Salus BKK Bundes­­weit 16,05 % 16,05 %
energie-BKK Bundes­­weit 16,06 % 16,06 %
IKK Branden­­­burg und Berlin Branden­­burg
Berlin
16,09 % 16,09 %
DAK-Gesund­­heit Bundesweit 16,1 % 16,1 %
IKK Südwest Hessen
Rhein­­land-Pfalz
Saar­­land
16,1 % 16,1 %
KKH Bundesweit 16,1 % 16,1 %
pronova BKK Bundesweit 16,1 % 16,1 %
Novitas BKK Bundesweit 16,14 % 16,14 %
SKD BKK Bayern
Baden-Württem­­berg
Bremen
Berlin
Hamburg
Hessen
Nieder­­sachsen
Nord­­rhein-West­­falen
Saar­­land
Sachsen
Schleswig-Holstein
16,3 % 16,3 %
BKK HERKULES Bayern
Hessen
Nieder­­sachsen
16,8 % 16,3 %
BKK Stadt Augs­burg Augs­­burg 17,3 % 17,3 %

* Die hier aufgeführten Beiträge setzen sich aus dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6% und dem jeweiligen Zusatzbeitrag der Krankenkassen zusammen. (Stand: 2021) 

Ersparnis

Gesetzliche Kranken­kassen: Wie hoch sind die Beitrags­unterschiede?

Seit 2015 gibt es in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) einen Krankenkassenzusatzbeitrag, den die Kassen abhängig von ihrer Finanzlage individuell bestimmen. Das führt dazu, dass manche gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer lediglich 7,3 Prozent ihres Bruttoeinkommens für ihren Gesundheitsschutz zahlen, während andere einen Krankenkassenbeitrag von 8,65 Prozent entrichten. Bei einem monatlichen Einkommen von 2.500 Euro brutto entspricht dies einem Unterschied von mehr als 400 Euro im Jahr.

Erspar­nis beim Wechsel von der teuersten zur günstigsten Kranken­kasse:

Monat­liches Brutto­­einkommen Jähr­liche Erspar­nis
1.500 Euro 243 Euro
2.000 Euro 324 Euro
2.500 Euro 405 Euro
3.000 Euro 486 Euro
3.500 Euro 567 Euro

Angesichts dieses Sparpotenzials haben viele Kassenpatienten in den letzten Jahren ihre Krankenkasse gewechselt. Einer Umfrage des Wissenschaftliches Institutes der AOK zufolge ist das Preis-Leistungs-Verhältnis beziehungsweise der Krankenkassenbeitrag dabei jedoch nur zweitrangig.

Im Vordergrund stehen die gebotenen Leistungen. Diese sind zwar zu 95 Prozent gesetzlich vorgeschrieben und somit einheitlich. Dennoch gibt es große Leistungsunterschiede, da die Kassen unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Wer daher Wert auf bestimmte Leistungen legt, sollte beim Krankenkassenvergleich nicht nur auf die Höhe des Krankenkassenbeitrags achten.

Veränderungen 2021

Wie hat sich der Kranken­kassen­­beitrag bisher entwickelt?

Seit dem 1. Januar 2021 haben über 40 Kassen ihren Krankenkassenbeitrag angepasst (Stand Juli 2021). Das ist deutlich mehr als in 2020.  Während nur zwei Kassen den Beitragssatz senkten, nahmen 42 eine Erhöhung vor. Aber immerhin hielten auch mehr als 50 Kassen den Zusatzbeitrag stabil, trotz Corona-Krise.

Nur 2% der Krankenkassen haben 2021 ihre Beiträge gesenkt.

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  • 2%
    der Krankenkassen haben ihren Beitrag 2021 gesenkt
  • 56%
    der Krankenkassen haben ihren Beitrag 2021 stabil gehalten
  • 42%
    der Krankenkassen haben ihren Beitrag 2021 erhöht

Wichtig: Wenn Krankenkassen ihren Zusatzbeitrag erhöhen, dann müssen sie ihre Versicherten davon zeitnah in Kenntnis setzen. Dabei muss die Auskunft in einem eigenständigen Schreiben und nicht etwa in Mitgliedszeitschriften erfolgen. Zudem muss der Versicherte über das Sonderkündigungsrecht aufgeklärt werden. Dieses ist vor allem für Kassenpatienten relevant, die kürzer als 12 Monate bei ihrer derzeitigen Krankenkasse versichert sind. Denn sie können normalerweise nicht kündigen – eine Beitragserhöhung rechtfertigt jedoch eine außerordentliche Kündigung. Damit sich Kassenpatienten einen Überblick über die günstigsten Krankenkassen machen können, ist auch ein Hinweis auf eine online verfügbare Kassenliste mit den aktuellen Beitragssätzen gesetzlich vorgeschrieben. Liegt der neue Beitragssatz über dem Durchschnitt, muss der Versicherte darüber hinaus ausdrücklich auf die Möglichkeit eines Kassenwechsels hingewiesen werden.

Fragen und Antworten zum Krankenkassenbeitrag

Der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt aktuell 14,6%. Der Arbeitnehmer übernimmt die Hälfte, wodurch Angestellte nur 7,3% ihres Einkommens dafür verwenden müssen. Hinzu kommt noch der Zusatzbeitrag, den jede Krankenkasse individuell erheben kann. Überblick der aktuellen Beiträge 

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag aller Krankenkassen liegt bei 1,1%: Je nach Krankenkasse können diese zwischen 0% und 2,7% variieren. Weiterlesen

Menschen ohne Einkommen müssen sich freiwillig gesetzlich krankenversichern. Die GKV geht in diesem Fall von einem fiktiven Mindesteinkommen von 1061,57€ (2020) aus und berechnet, durch den Beitragssatz von 14,6%, den zu zahlenden Krankenkassenbeitrag.

Die Krankenkassenbeiträge werden immer zum Jahresende neu berechnet und an die finanziellen Bedürfnisse der Krankenkassen angepasst. Auch die kassenindividuellen Zusatzbeiträge werden zu dieser Zeit angepasst. Die Änderungen gelten meist ab 1. Januar des neuen Jahres.

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