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Krankenkassenbeitrag: Was kostet meine Krankenkasse 2018?

Gesetzlich Krankenversicherte könnten 2018 einen geringeren Krankenkassenbeitrag zahlen, nachdem das Bundesgesundheitsministerium den durchschnittlichen Zusatzbeitrag auf 1,0 Prozent herabgesetzt hat. Doch die Kassen warnen vor einer kurzfristigen Entlastung, die langfristig die Versicherten schultern müssen.

Ein junges Paar vergleicht Krankenversicherungen

Gesetzliche Krankenkassen: Beitragsunterschiede von mehreren Hundert Euro

Seit 2015 gibt es in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) einen Krankenkassenzusatzbeitrag, den die Kassen abhängig von ihrer Finanzlage individuell bestimmen. Das führt dazu, dass manche gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer lediglich 7,6 Prozent ihres Bruttoeinkommens für ihren Gesundheitsschutz zahlen, während andere einen Krankenkassenbeitrag von 9,1 Prozent entrichten. Bei einem Einkommen von 2.500 Euro brutto entspricht dies einem Unterschied von 450 Euro im Jahr.

Angesichts dieses Sparpotenzials haben schon viele Kassenpatienten ihre Versicherung gewechselt. Denn einerseits sind die Leistungen in der GKV zu 95 Prozent gleich. Große Leistungsunterschiede gibt es daher nicht. Andererseits können Versicherte ganz unkompliziert zu einer neuen Kasse gehen. Besteht die Mitgliedschaft schon länger als 17 Monate, ist der Wechsel jederzeit unter Berücksichtigung einer zweimonatigen Kündigungsfrist zum Monatsende möglich. Wer kürzer versichert ist, kann bei einer Beitragserhöhung von seinem Sonderkündigungsrecht mit gleicher Frist Gebrauch machen.

Krankenkassenzusatzbeitrag sinkt 2018

Wie sich der Krankenkassenbeitrag 2018 entwickelt, hängt im Wesentlichen von der Finanzlage der jeweiligen Kasse ab. So führen unter anderem der medizinische Fortschritt und Mehrausgaben im Zuge neuer Gesetze im Gesundheitsbereich zu höheren Kosten bei den Krankenkassen. Gleichzeitig nehmen diese durch die sehr gute Beschäftigungslage mehr Geld ein und können somit hochwertige Leistungen bei attraktiven Beiträgen anbieten.

Das Bundesministerium für Gesundheit gab Ende Oktober bekannt, dass der Zusatzbeitrag auf 1,0 Prozent fällt. Einige Krankenkassen können diesem Trend folgen und ihren Beitrag ebenfalls absenken. Die Kassen sind an die Entscheidung des Gesundheitsministeriums jedoch nicht gebunden. Erheben sie einen überdurchschnittlichen Zusatzbeitrag, müssen sie ihre Mitglieder allerdings darauf hinweisen, dass sie zu einer günstigeren Kasse wechseln können.

Gesetzliche Krankenversicherung

Gesetzliche Krankenversicherung

Wie hat sich der Krankenkassenbeitrag bisher entwickelt?

2017 hat rund jede vierte Kasse ihren Krankenkassenbeitrag angepasst. Die Mehrheit von ihnen führte den neuen Beitragssatz zum 1. Januar ein. Einige erhöhten die Kosten allerdings auch unterjährig. 2018 werden viele Krankenkassen ihren Beitrag aufgrund der guten Finanzlage wahrscheinlich stabil halten können. Genaue Aussagen sind jedoch erst zum Ende des Jahres möglich.

Wie sich der Krankenkassenbeitrag der 20 größten Krankenkassen in den letzten Jahren entwickelt hat, zeigt die folgende Übersicht (alle Angaben in Prozent):

Krankenkasse2018201720162015
Techniker15,5
15,615,615,4
Barmer15,715,715,715,5
DAK Gesundheit16,116,116,115,5
AOK Bayern15,715,715,715,5
AOK Baden-Württemberg15,615,615,615,5
IKK classic15,816,016,015,4
AOK Plus15,215,214,914,9
AOK Rheinland/Hamburg16,016,016,015,5
AOK NordWest15,515,715,715,5
AOK Niedersachsen15,415,415,415,4
AOK Nordost15,515,515,515,5
KKH16,116,1 (seit 1.4.)15,815,5
AOK Hessen15,615,715,715,5
Knappschaft15,915,915,915,4
AOK Rheinland-Pfalz/Saarland15,615,715,715,5
BKK Mobil Oil15,715,715,715,7 (seit 1.3.)
SBK15,915,915,915,5
AOK Sachsen-Anhalt14,914,914,914,9
Viactiv16,316,316,315,5
pronova BKK15,815,815,815,5