Eine private Kranken­versicherung für Schüler: Wichtige Infos und Tipps

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Krankenversicherung für Familien

Bei Schülern hängt die eigene Kranken­versicherung von der der Eltern ab.

PKV oder GKV

Wann kommt eine private Krankenversicherung für Schüler in Frage?

Bei der Krankenversicherung für Schüler ist zwischen zwei Varianten zu unterscheiden

  • Schulkinder, die noch regulär zur Schule gehen, und

  • Junge Erwachsene, die eine schulische Ausbildung absolvieren

Bei Schulkindern bestimmen die Eltern über die Versicherungsart.

Sind beide Eltern in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert, dann ist das Kind automatisch über die Familienversicherung ebenfalls geschützt. Dennoch können sie ihr Kind auch über eine private Krankenversicherung (PKV) schützen. Vor allem, wenn sie sich für den Nachwuchs hochwertige Leistungen bei der Krankenversicherung wünschen, ist dies eine Option. Für Kinder ist die PKV ohne Voraussetzungen offen.

In einigen Fällen spielt die Krankenversicherung der Eltern jedoch eine Rolle.

Sind beide Eltern verheiratet und beide Mitglied bei einem privaten Versicherungsanbieter, so muss auch das Kind privat krankenversichert sein. Das Kind braucht dann einen eigenen Versicherungsvertrag mit einem Tarif für Kinder. Eine Familienversicherung gibt es in der privaten Krankenversicherung nicht. Ob das Kind beim gleichen PKV-Anbieter wie der Vater oder wie die Mutter ist, hängt von den Tarifkonditionen ab, die die Versicherungen anbieten. Hier lohnt es sich, mehrere Möglichkeiten zu vergleichen.

Anders ist es bei verheirateten Ehepaaren, die unterschiedlich abgesichert sind, also ein Elternteil in der PKV und der andere in der GKV. Dann ist der Schüler jeweils bei dem Elternteil mitversichert, das am meisten verdient. Wenn das höhere Einkommen von Mutter oder Vater mit der privaten Krankenversicherung über der Versicherungspflichtgrenze liegt (aktuell bei jährlich 64.350 Euro brutto), gibt es zwei Möglichkeiten: Die Eltern nachversichern das Kind in der PKV oder melden es als freiwillig versichert in der gesetzlichen Krankenkasse an. Letztere Variante ist jedoch deutlich teurer. Liegt das Einkommen unter dieser Grenze, dann ist das Einkommen des GKV-Mitgliedes unerheblich: das Kind kann in der Krankenkasse familienversichert werden.

Sind die Eltern nicht verheiratet, so gibt es keine Vorgaben. Der Schüler kann dann sowohl privat als auch gesetzlich krankenversichert werden.

Für junge Erwachsene, die ihrer Ausbildung wegen als „Schüler“ gelten und für Studenten bieten die privaten Krankenversicherungen spezielle Tarife an, die für ein geringeres Einkommen ausgelegt sind.

Leistungsumfang

Welche Leistungen der Krankenversicherung sind für Schüler wichtig?

In der PKV schließen Sie als Elternteil für Ihr schulpflichtiges Kind einen separaten Versicherungsvertrag ab. Das hat den Vorteil, dass Sie das Leistungspaket der Krankenversicherung an den Bedarf des Schulkindes anpassen können.

Kinder im schulpflichtigen Alter müssen häufig eine Zahnspange tragen. Daher empfehlen Experten bei der Auswahl einer privaten Krankenversicherung für Schüler auf Leistungen zur Zahnbehandlung und Kieferkorrektur großen Wert zu legen. Auch logopädische Leistungen bei der Sprachentwicklung oder Sehhilfen können bei Schulkindern eine Rolle für den Versicherungsvertrag spielen.

Davon abgesehen bieten die privaten Krankenversicherungen Schülern den gleichen Leistungsumfang wie für Erwachsene. Dazu gehören die folgenden Leistungsmerkmale, die mit in den Tarif aufgenommen werden können:

Ambulante Leistungen
(Ärztliche Behandlung)

  • Freie Arztwahl

  • Schnelle Terminvergabe

  • Keine Wartezeit beim Arztbesuch

  • Unterstützung von Vorsorge­untersuchungen

  • Übernahme der Schutz­impfungen für Säuglinge, Kinder und junge Erwachsene nach dem Impfkalender der Ständigen Impfkommission (STIKO)

  • Erstattung von psycho­therapeutischen Behandlungen, Logopädie, Ergotherapie und anderen Behandlungsformen

  • Kostenübernahme bei alternativen Heilmethoden und Heilpraktikerleistungen

  • Erstattung und Beteiligung bei Sehhilfen

Stationäre Leistungen
(Versorgung im Krankenhaus)

  • Freie Krankenhauswahl

  • Chefarztbehandlung

  • Unterbringung in Einbett- oder Zweibettzimmer

Zahnärztliche Leistungen

  • Oft komplette Übernahme der Kosten für Zahn­behandlungen und Kieferkorrekturen

  • Anteilige Erstattung bei Zahnersatz

  • Professionelle Zahnreinigung

Gesundheitsprüfung

Ist bei der Krankenversicherung für Schüler und Kinder eine Gesundheitsprüfung erforderlich?

Wenn Sie ein Schulkind versichern möchten, erfolgt der Anmeldeprozess genau wie bei erwachsenen Versicherten. Das bedeutet, auch bei einer privaten Krankenversicherung für Kinder ist der Beitrag vom Alter, vom Gesundheitszustand und selbstverständlich vom gewählten Tarif abhängig.

Anders ist es, wenn Sie Ihr neugeborenes Kind bei der PKV versichern möchten. Dann entfällt die Gesundheitsprüfung, wenn Sie Ihr Baby innerhalb von acht Wochen nach der Geburt bei der Krankenversicherung anmelden. Das Kind muss zudem ohne Wartezeit in die Versicherung aufgenommen werden. Es wird sogar rückwirkend bis zum ersten Tag des Geburtsmonats versichert. Einzige Voraussetzung: Der privat krankenversicherte Elternteil muss seit mindestens drei Monaten in der PKV versichert sein

Hinweis: Wenn das Baby über diese Nachversicherung in den PKV-Vertrag aufgenommen wird, gelten für den Säugling dieselben Vertragsbestimmungen wie für Sie als Elternteil. Falls dieser Versicherungsschutz für das Kind nicht ausreicht, können Sie über einen Tarifwechsel den Leistungsumfang anpassen.

Auch hier ist es ratsam, mehrere Angebote zu vergleichen.

Wichtiger Aspekt zur Privaten Krankenversicherung

Noch Fragen offen?

Mit einem Versicherungsexperten können interessierte Studenten detailliert besprechen, welche Vorzüge und Fallstricke die private Kranken­versicherung für die persönliche Lebenssituation hat. Er zeigt ihnen auch die Anbieter auf, die am besten zu den individuellen Wünschen an die Krankenversicherung passen.

Sondertarife

Gibt es besondere Tarife bei der Krankenversicherung für Schüler?

Die Kosten für die Kinder-Tarife sind niedriger als bei Erwachsenen. Das liegt zum einen daran, dass Kinder für die Krankenversicherung kaum Kosten verursachen. In der Regel müssen sie noch nicht direkt zu Fachärzten gehen. Auch häufige Krankenhausaufenthalte oder regelmäßige Einnahme von Medikamenten sind nicht typisch.

Zudem müssen Kinder in der PKV noch keine Altersrückstellungen zahlen. Diese Anteile sind erst bei jungen Versicherten ab dem 21. Lebensjahr fällig. Außerdem entfällt der Beitrag für die Pflegeversicherung. Das macht eine private Krankenversicherung für Schüler günstig. So kosten PKV-Tarife für Schüler und Studenten bis zum 25. Lebensjahr rund 100 Euro pro Monat.

Vor- und Nachteile

Welche Vorteile und Nachteile hat eine private Krankenversicherung für Schüler?

Vorteile

Nachteile

  1. Umfassende Unterstützung bei Zahnkorrekturen möglich (tarifabhängig)
  2. Günstige Preise, da keine Altersrückstellungen erforderlich sind
  3. Maßgeschneidertes Leistungspaket
  4. Komfort-Leistungen der PKV für ambulante und stationäre Untersuchungen

Noch mehr Details zu den PKV-Tarifen für Kindern lesen Sie auf der Themenseite zur Auswahl einer privaten Krankenversicherung für Kinder.

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