Aktuelle Testergebnisse  der wichtigsten Zusatz­versicherungen.

Krankenzusatz­versicherung im Test: Welcher Versicherer hat die besten Tarife?

Wer mit dem Schutz seiner gesetzlichen Krankenkasse nicht zufrieden ist, kann sich für eine private Krankenzusatzversicherung entscheiden. Je nach Tarif verbessert sie die Leistungen bei Zahnersatz, bei ambulanten Behandlungen beispielsweise durch einen Heilpraktiker, beim Krankenhausaufenthalt oder bei Behandlungen im Ausland etwa während einer Urlaubsreise. Welche Krankenzusatzversicherung die beste ist, zeigen unterschiedliche Vergleiche, unter anderem von der Stiftung Warentest.

Stiftung Warentest und Handelsblatt

Wie schneiden Zahnzusatz­versicherungen bei Stiftung Warentest und Handelsblatt ab?

Die Zahnzusatz­versicherung ist die beliebteste Kranken­zusatzversicherung, was kaum verwundert. Denn selbst bei einfachsten Zahnarzt­behandlungen müssen Patienten einen Teil der Kosten übernehmen. Brauchen sie Zahnersatz, summiert sich die Rechnung nicht selten auf mehrere Hundert Euro.

Wie die Stiftung Warentest in ihrem aktuellen Zahnzusatz­versicherung Vergleich zeigt, haben Interessierte eine große Auswahl an sehr guten Krankenzusatz­versicherungen, um ihre Zahnarztkosten auf ein Minimum zu reduzieren. Für den Test im Mai 2020 prüfte die Verbraucher­organisation fast 250 Tarife, von denen 88 eine sehr gute Bewertung erhalten. 

Zwölf Zusatzversicherungen erreichen die Bestnote 0,5, darunter:

  • Barmenia mit den Tarifen „Mehr Zahn 100“ und „Mehr Zahn 100 + Mehr Zahnvorsorge Bonus“

  • Bayerische mit „Zahn Prestige“ und „Zahn Prestige Plus“

  • DA Direkt mit „Zahnschutz Premium Plus“

  • DFV mit „Zahnschutz Exklusiv 100“

  • HanseMerkur mit „EZL“

  • Nürnberger mit „100 (Komfort 100)“

  • Ottonova mit „Zahn 100“

  • VRK mit „ZZ Exclusive“

  • WGV mit „Plus“

Sie kosten für einen 43-jährigen Musterkunden zwischen 34 Euro und 45 Euro im Monat. Altersbedingt werden die Zahnzusatz­versicherungen allerdings teurer. Bis zum 73. Lebensjahr würden für sie im Schnitt zwischen 61 Euro und 88 Euro monatlich anfallen. „Gut und besonders günstig sind Continentale („CEZK-U“) und Debeka („EZ50“)“, so die Verbraucherorganisation. Für sie zahlen Versicherte dauerhaft lediglich 16 Euro pro Monat.

Auch das Handelsblatt hat im Sommer 2019 zusammen mit der Ratingagentur Franke und Bornberg Zahnzusatz­versicherungen testen lassen und diese hinsichtlich Preis und Leistung durchleuchtet. 15 Tarife erzielen eine sehr gute Gesamtnote. Die Top 3 setzt sich dabei zusammen aus:

Anbieter Tarif
Continentale „CEZP-U“
Central „PlanZ1“
Hallesche „dentZE.90, dentZB.100“
Alte Oldenburger „ZE80, ZB90“
uniVersa „uni-dent Privat“

Auch hier machen die Testergebnisse deutlich, dass der Beitrag für die Krankenzusatz­versicherung stark schwankt. Sinnvoll ist es daher, mehrere Zahnersatz-Tarife miteinander zu vergleichen. So finden Interessierte den persönlich besten Mix aus Preis und Leistung.

Focus-Money und Stiftung Warentest

Wie gut werden Auslands­kranken­versicherungen von Focus-Money und Stiftung Warentest bewertet?

Bei Unfällen oder Erkrankungen im Ausland sind gesetzlich Krankenversicherte innerhalb Europas in der Regel zwar abgesichert. Allerdings übernimmt die Krankenkasse längst nicht alle Kosten. Sollte zudem ein Rücktransport nach Deutschland notwendig werden, bleiben Kassenpatienten voll auf den Ausgaben sitzen. Entsprechend sinnvoll ist eine Auslandsreise­krankenversicherung.

Für die Finanztest-Ausgabe 05/2019 hat die Stiftung Warentest 92 Tarife für den Reiseschutz untersucht. Dabei zeigt sich: „Das Angebot wird immer besser“, so die Experten. Insgesamt haben sie Auslandskranken­versicherungen für Singles und Familien untersucht, von denen mehr als die Hälfte mit sehr gut bewertet wird. Dabei standen die folgenden Kriterien im Fokus:

  • Allgemeine Bedingungen

    (25 Prozent des Gesamtergebnisses)

  • Krankenrücktransport

    Kinderbetreuung, Überführung/Bestattung (25 Prozent)

  • Medizinische Leistungen

    (35 Prozent)

  • Verständlichkeit

    (10 Prozent)

  • Leistungen im Fall von Krieg, Pandemie, Kernenergie

    (5 Prozent)

Die besten Krankenzusatzversicherungen für Auslandsreisen sind laut Stiftung Warentest:

Singles (Jahres­beitrag) Familien (Jahres­beitrag)
DKV „ReiseMed Tarif RD“ (9,90 Euro) HanseMerkur „JRV“ (29,00 Euro)
Ergo „RD“ (9,90 Euro) Travel­Secure „Travel­Secure-AR (ohne Selbstbehalt)“ (33,00 Euro)
HanseMerkur „JRV“ (17,00 Euro) Vigo „grün versichert ARN.Familie“ (46,80 Euro)

Auch das Wirtschaftsmagazin Focus-Money hat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Finanz-Service Institut im Frühjahr 2019 Auslandsreise­­kranken­versicherungen prüfen lassen. Dabei standen 31 Tarife im Fokus, die hinsichtlich ihrer Leistungen (70 Prozent) und ihrer Kosten (30 Prozent) untersucht wurden.

Ergebnisse von Focus-Money für Singles und Familien
Allianz „UnsereGesundeReise“
DKV „Pro Reise plus“
Ergo „RD“

Stiftung Warentest und Focus-Money

Krankenhaus­zusatzversicherung: Wo gibt es die besten Leistungen beim Klinikaufenthalt?

Wer bei einem Krankenhausaufenthalt Wert auf freie KrankenhauswahlChefarztbehandlung und Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer legt, sollte den gesetzlichen Versicherungsschutz mit einer Krankenhaus­zusatzversicherung erweitern.

Mitte 2020 blickte die Stiftung Warentest auf 37 Einbett- sowie 24 Zweibettzimmertarife und stieß dabei auf große Preisunterschiede. Für eine Krankenzusatzversicherung, die ein Einzelzimmer erstattet, werden zwischen 39 Euro und 75 Euro im Monat fällig. Zum Vergleich: Ohne Zusatzversicherung zahlen gesetzlich Versicherte je nach Bundesland im Schnitt einen Zuschlag für die Einzelunter­bringung von bis zu 119 Euro am Tag.

  • Einbettzimmertarife

    Für einen 43-jährigen Musterkunden hat die Verbraucher­organisation nur einen sehr guten Einbettzimmertarif gefunden:

      • Debeka „WKplus“

    Die Zusatzversicherung koste 39 Euro monatlich. Beim letzten Test erhielt auch Ergo Direkt („SZL“) eine sehr gute Bewertung. 2020 bleibt ein Ergebnis allerdings aus. Denn die Stiftung Warentest hat dieses Mal auch die Beitragsentwicklung berücksichtigt. Da das Angebot noch vergleichsweise jung ist, war die Bewertung bei Ergo Direkt nicht möglich.

  • Zweibettzimmertarife

    Bei den Zweizimmertarifen schneidet ebenfalls nur ein Angebot zur Kranken­zusatzversicherung sehr gut ab:

      • ARAG „262“

    Der Tarif kostet 36 Euro im Monat. Der ehemalige Testsieger von Concordia („SZ2“) wird 2020 mit gut bewertet, die ehemals sehr gute DFV („KlinikSchutz Premium Zweibett“) bleibt aus den gleichen Gründen wie Ergo Direkt ohne Bewertung.

Alle untersuchten Krankenhaus­zusatzversicherungen übernehmen neben dem Zimmerzuschuss die Kosten für die Chefarztbehandlung und ermöglichen eine freie Klinikwahl.

Im Herbst 2018 suchte Focus-Money zusammen mit der Ratingagentur Franke und Bornberg Top-Tarife für die stationäre Kranken­zusatzversicherung. Zu zwei Dritteln floss dabei die Leistungsbewertung in das Endresultat ein. Der Rest entfiel auf die Kosten.

Für die Unterbringung im Zweibettzimmer überzeugen wie bei der Stiftung Warentest die Angebote von ARAG und DFV. Beim Einbettzimmer erzielen gleich zehn Tarife eine sehr gute Bewertung:

Anbieter Tarif
Barmenia „S+“
DFV „KlinikSchutz Exklusiv“
Allianz „KrankenhausBest (KHB02)“
ARAG „SZ1, SZplus“
Gothaer „MediClinicPremium“
R+V „Klinik premium (K1U)“
Süddeutsche „SG1“
uniVersa „uni-SZ“
Württembergische „SZ, SZE“

Focus-Money

Welche ambulanten Krankenzusatz­versicherungen wurden bei Focus-Money am besten bewertet?

Interessieren sich gesetzlich Krankenversicherte für Heilpraktikerbehandlungen oder brauchen eine Brille, müssen sie diese bei den meisten Kassen selbst zahlen. Um die Ausgaben abzufedern, können sie sich für eine ambulante Krankenzusatzversicherung entscheiden. Sie leistet bei Sehhilfen und Naturheilverfahren. Manche Angebote bieten zusätzliche Leistungen bei Zahnersatz. Diese sind jedoch häufig teurer.

Im Herbst 2018 hat Focus-Money ambulante Krankenzusatzversicherungen prüfen lassen. Im Test wurden sowohl die Leistungen für Brillen und Kontaktlinsen sowie für Naturheilverfahren und Vorsorgemaßnahmen bewertet. Auch der Preis hatte Anteil am Gesamtergebnis.

Mit AXA („MED Komfort-U“) und Allianz („Ambulant Best (AB02)“) erreichen zwei Tarife im Vergleich ein hervorragendes Resultat. Signal („AmbulantPLUS“) und Württembergische („NaturMedPlus“) sind aus Sicht der Tester sehr gut. Alle vier Krankenzusatzversicherungen bieten jedoch keine Zahnersatzleistungen. Hier empfiehlt sich daher ein zusätzlicher Schutz gegen hohen Zahnarztkosten.

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