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Welche Krankenkassen gibt es in Deutschland?

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) stellt für Kassenpatienten eine gute gesundheitliche Grundversorgung sicher. In Deutschland haben Bürgerinnen und Bürger die Qual der Wahl zwischen mehr als 100 Krankenkassen. Diese unterscheiden sich dabei oftmals nicht nur beim Preis, sondern auch bei den Extraleistungen, die über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgehen.

Dennoch ist für Versicherte meist der Beitrag das entscheidende Kriterium bei der Wahl der richtigen Kasse. Abhängig vom eigenen Einkommen und den Beitragsunterschieden ergibt sich hierbei ein Einsparpotential von mehreren Hundert Euro pro Jahr. Daher ist es ratsam, verschiedene Krankenkassen miteinander zu vergleichen.

Worauf sollten Versicherte bei der Auswahl der Krankenkasse achten?

Die mehr als 100 gesetzlichen Krankenkassen leisten die sogenannte Regelversorgung. Damit sind die wichtigsten medizinischen Maßnahmen abgedeckt, sodass Kassenpatienten notwendige Behandlungen, Medikamente und Hilfsmittel erhalten, ohne dadurch in eine finanzielle Schieflage zu geraten.

Neben der Regelversorgung können die einzelnen Krankenkassen allerdings zusätzliche, freiwillige Leistungen anbieten. Für gesetzlich Versicherte, die nach einer neuen Kasse suchen, empfiehlt es sich daher zu prüfen, wo sie von den besten Extras profitieren, beispielsweise:

  • Bonusprogramme

    Durch Bonus- und Vorteilsprogramme belohnen zahlreiche Krankenkassen Versicherte für einen gesunden Lebensstil. Wer beispielsweise Mitglied in einem Sportverein ist, regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen geht oder einen umfassenden Impfschutz hat, bekommt von der Kasse eine Prämie.

  • Zahnzusatzleistungen

    Manche Krankenkassen gewähren Versicherten einen Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung, andere übernehmen die Kosten dafür sogar komplett. Hinzu kommen teilweise Vergünstigungen bei Zahnersatz oder die Übernahme ausgewählter Behandlungen.

  • Alternative Heilmethoden

    Homöopathie, Osteopathie und Co. werden immer beliebter. Daher haben einige Krankenkassen Behandlungen der Alternativmedizin in ihre Extraleistungen mit aufgenommen. Je nach Kasse gelten dafür teilweise bestimmte Voraussetzungen.

  • Gesundheitsförderung

    Ähnlich zu den Bonusprogrammen bieten Krankenkassen ihren Mitgliedern oft Zuschüsse für Maßnahmen, die einen gesunden Lebensstil fördern. Hierzu zählen unter anderem Kurse gegen Bewegungsmangel, zum Abbau von Übergewicht oder Stress.

  • Zusatzleistungen

    Dazu gehören solche Leistungen, die nicht unter die Regelversorgung fallen, von einigen Kassen aber trotzdem übernommen werden. Darunter fallen besondere Schutzimpfungen, Vorsorgeuntersuchungen oder Zuschüsse für Seh- und Hörhilfen.

Tipp: Kassenpatienten sollten beachten, dass diese Leistungen für die Kassen freiwillig sind und von ihnen unter Umständen wieder gestrichen werden können, wenn die Kosten dafür zu hoch sind.

Gesetzliche Krankenversicherung: Auch auf den Beitrag achten

Ein entscheidender Faktor bei der Wahl der Krankenkasse ist auch der Beitrag. Denn die meisten Kassen verlangen neben dem Grundbeitrag von 14,6 Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens einen individuellen Zusatzbeitrag. Dieser liegt derzeit zwischen 0,2 und 1,7 Prozent des Einkommens, wodurch die Gesamtkosten für den Gesundheitsschutz variieren. Bei einem Gehalt von 3.000 Euro im Monat ergibt sich zwischen der günstigsten und der teuersten Kasse ein Unterschied von fast 300 Euro im Jahr.

Mit einem Wechsel zu einer günstigeren Krankenkasse können Versicherte bares Geld sparen. Hierbei sollten sie jedoch beachten, dass nicht alle Krankenkassen in Deutschland für jede Person zugänglich sind. Mitunter gibt es regionale Beschränkungen, wie die folgende Übersicht zeigt:

Liste ausgewählter Krankenkassen im Überblick
Allgemeine Ortskran­kenkassen (AOK) Je nach Regional­verband in einzelnen Bundes­ländern 14,9 bis 15,7 %
Betriebs­krankenkassen (BKK) Betriebs­krankenkassen (BKK) 14,8 bis 16,3 %
Innungs­krankenkassen (IKK) Bundesweit oder regional je nach Unternehmen 15,2 bis 15,9 %
Barmer Bundesweit 15,7 %
Die Techniker Bundesweit 15,3 %
KKH Bundesweit 16,1 %
HEK Bundesweit 15,6 %
Viactiv Bundesweit 15,8 %
DAK-Gesundheit Bundesweit 16,1 %