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BKK - Die Betriebskrankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen unterteilen sich in Orts-, Ersatz-, Innungs-und Betriebskrankenkassen, sowie landwirtschaftliche Krankenkassen und Knappschaften. Zwar sind sie an den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungskatalog gebunden. Sie haben darüber hinaus jedoch die Möglichkeit ihren Versicherten Zusatzleistungen zu bieten, auch wenn diese selten an den leistungsumfang der PKV heranreichen.

Entstehung der Betriebskrankenkassen

Noch vor der Gründung der gesetzlichen Krankenversicherung gab es in einigen Konzernen und Unternehmen Fabrikkassen, die sich um die gesundheitliche Versorgung der Angestellten und Arbeitnehmer kümmerten. Diese Kassen waren allerdings sehr uneinheitlich und boten sehr unterschiedliche Leistungen je nach Finanzstärke und Unternehmensphilosophie. So gab es im Jahr 1908 immerhin 7.718 eigenständige Betriebskrankenkassen.

Öffnung der BKK

Ursprünglich nur für die Mitarbeiter eines bestimmten Unternehmens geöffnet, lassen die meisten BKKs seit der Änderung des Krankenkassenwahlrechts im Jahr 1996 auch andere Versicherungspflichtige zu. Es gibt jedoch noch immer BKKs, die diese Änderung nicht berücksichtigen. Mit der Einführung der Kassenwahlfreiheit begann auch der Zusammenschluss von vielen kleinen BKKs zu größeren Betriebskrankenkassen, vorrangig um Mitgliederschwung zu kompensieren und die Finanzstärke zu gewährleisten, die für die Versorgung der Versicherten notwendig ist. Bis Anfang Juli 2011 ist die Zahl der Betriebskrankenkassen auf 119 zurückgegangen, wobei mit einem weiteren Rückgang zu rechnen ist.

Finanzprobleme und Insolvenzen der BKK

Die steigenden Kosten im Gesundheitssystem und die Verschiebung der Altersstruktur durch den demografischen Wandel haben auch ihre Spuren bei den Krankenkassen hinterlassen. Besonders die Betriebskrankenkassen waren davon bisher betroffen. So musste die City BKK Insolvenz anmelden und auch die BKK für Heilberufe steht Ende 2011 vor dem Aus. Viele Versicherte sind durch diese Entwicklung verunsichert. Allerdings handelt es sich bei den Betriebskrankenkassen um sehr unterschiedliche Versicherungsanbieter, sowohl was ihre Finanzstärke als auch was Zusatzleistungen anbelangt.

Man kann daher keine Verallgemeinerungen treffen in Bezug auf die Qualität der angebotenen Zusatzleistungen. Diese unterscheiden sich von BKK zu BKK zum Teil erheblich und als Versicherter muss man sich hier bei einem angestrebten Wechsel genau informieren, welche Leistungenangeboten werden. Ähnlich sieht es mit Prämienangeboten und dem Zusatzbeitrag aus. Einige BKKs sind auf den Zusatzbeitrag zur Deckung der Kosten angewiesen, während andere darauf verzichten können. Je nach BKK werden den Versicherten zudem Prämienprogramme geboten. Dabei können Versicherte etwa für Vorsorgeuntersuchungen oder genutzte Sportangebote Punkte sammeln, die ab einer bestimmten Zahl in verschiedene Sachprämien umtauscht werden können. Ob so ei nPrämienprogramm existiert und ob es weiterhin auch Wahltarife gibt, hängt ganz von der jeweiligen BKK bzw. ihrer Finanzstärke zusammen. Ein genauer Vergleich der verschiedenen Kassen ist daher besonders wichtig, um die geeignete gesetzliche Krankenkasse zu finden.