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Die Zahnzusatz­versicherung

 
Gerade beim Zahnarzt bieten die Krankenkassen immer weniger Unterstützung. Als gesetzlich Versicherter müssen Sie so einen großen Teil der Zahnbehandlungskosten selbst übernehmen. Die Zahnzusatzversicherung stellt daher eine besonders wichtige Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) dar.

Bei Zahnersatz zahlen Kassenpatienten durchschnittlich
Euro
aus eigener Tasche.

Abhängig davon, was Sie sich von Ihrer Zahnzusatzversicherung bei Zahnersatz und Zahnbehandlungen wünschen, stehen Ihnen unterschiedliche Tarife zur Auswahl. Diese unterscheiden sich preislich stark voneinander – von wenigen Euro bis über 50 Euro im Monat ist alles möglich. Vergleichen Sie daher im Vorfeld mehrere Zahnzusatzversicherungen miteinander, um den persönlich besten Schutz zu finden.

Zahnzusatz­versicherung: Leistungen im Überblick

 
Von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse können Sie für Behandlungen an Ihren Zähnen nur einen Festzuschuss von 50 Prozent bis 65 Prozent der Regelversorgung erwarten. Die private Zahnversicherung kommt dagegen im vereinbarten Umfang für eine Vielzahl an wichtigen Behandlungen auf. Je nach Tarif reduzieren Sie somit Ihre Kosten beim Zahnarzt auf 0 Euro.

 
Wem diese leistungsstarken Angebote zu teuer sind, kann auch eine geringere Erstattung vereinbaren. Experten raten dazu, dass die Zahnzusatzversicherung mindestens 75 Prozent des verbleibenden Eigenanteils übernehmen sollte.

 

Paar sucht nach Krankenversichrungen

Die Leistungen der Zahnzusatzversicherung lassen sich in drei Bereiche einteilen:

Welche Kosten bei verschiedenen Zahnproblemen auf Sie zukommen, zeigt die folgende Übersicht.

Zahn­lücke mit zwei neben­einander fehlenden Zähnen Regel­versor­gung: Metallische Voll­krone, provi­sorische Krone 829 Euro 415 Euro
Frontal­zahn­lücke Regel­versor­gung: Verblend­krone, provi­sorische Krone 1.015 Euro 507 Euro
Zahn­lücke mit einem fehlenden Zahn Höher­wertige Ver­sorgung: Implantat mit vollständig verblen­deter Metall-Keramik-Krone 3.950 Euro 3.478 Euro

 

Die Zahnzusatzversicherung schützt Sie bei Zahnersatz (zum Beispiel Implantate) vor der zum Teil immensen finanziellen Belastung. Je nach Anbieter zahlen Sie dann keinen Cent dazu. Achten Sie jedoch darauf, keinen Tarif zu wählen, der Ihnen nur die Verdopplung des Festzuschusses der GKV verspricht. Gerade dann, wenn Sie Wert auf eine höherwertige Behandlung legen, bleiben Sie bei solch einer Zahnzusatzversicherung noch immer auf einen großen Teil der Kosten sitzen.

Zahnzusatz­versicherung im Test: Was kostet eine Zahnzusatz­versicherung?

 
Eine empfehlenswerte Zahnzusatz­versicherung kostet für einen 30-Jährigen zwischen 12 Euro und 41 Euro im Monat. Das zeigt zumindest der aktuelle Test des Wirtschaftsmagazins Focus-Money in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur Franke und Bornberg. Dafür wurden im Frühjahr 2019 über 260 Zahnzusatzversicherungen hinsichtlich ihrer Leistungen bei Zahnersatz und ihrer Kosten verglichen.

 
Als beste Zahnzusatzversicherung schneidet im Test der Tarif „CEZP-U“ von Continentale ab. Weitere 16 Angebote erreichen eine sehr gute Bewertung. Welche Versicherungen dabei besonders günstig sind, stellt die folgende Übersicht dar.

Hallesche – „dentZE.90, dentZB.100“ 12 Euro 23 Euro
Signal – „ZahnTop“ 14 Euro 44 Euro
uniVersa – „uni-dent Privat“ 16 Euro 28 Euro
Inter – „Z80, Zpro“ 18 Euro 30 Euro
Landes­kranken­hilfe – „Z 50E“ 19 Euro 27 Euro

 
Generell ist das Leistungsniveau bei vielen Versicherern hoch. So hat die Stiftung Warentest in ihrem neuesten Zahnzusatzversicherung Vergleich im April 2019 rund 230 Tarife überprüft. Von ihnen überzeugt im Test jeder dritte. Die besten Bewertungen erhalten dabei:
 

  • Bayerische („Zahn Prestige“)
  • DFV („Zahnschutz Exklusiv“)
  • HanseMerkur („EZL“)
  • Ottonova („Zahn 100“)

 
Im Schnitt zahlen Sie für diese Zahnzusatzversicherungen dem Vergleich zufolge 58 Euro im Monat, wenn Sie den Vertrag im Alter von 43 Jahren abschließen.

Was ist beim Abschluss der Zahnzusatz­versicherung zu beachten?

  • Versicherung leistet nicht bei bekannten Zahnproblemen

    Für eine Zahnzusatzversicherung sollten Sie sich entscheiden, bevor ernsthafte Probleme mit Ihren Zähnen auftreten. Bereits begonnene oder in die Wege geleitete Behandlungen werden von der Versicherung nicht übernommen. Dabei reicht es bereits, wenn der Handlungsbedarf in Ihrer Patientenakte vermerkt ist.

  • Wartezeit

    Die Zusatzversicherung leistet erst nach Ablauf einer Wartezeit, unabhängig davon, ob Sie eine Zahnreinigung oder Zahnersatz brauchen. Häufig liegt sie bei acht Monaten. Je früher Sie den Schutz vereinbaren, desto eher können Sie auf die Erstattungen der Versicherung zählen.

  • Zahnstaffel

    Beachten Sie, dass die Kostenübernahme in ersten Jahren oft auf bestimmte Höchstsummen begrenzt ist. Hier gibt es jedoch deutliche Unterschiede zwischen den diversen Anbietern, sodass sich ein genauer Leistungsvergleich empfiehlt.

  • Gesundheits­fragen

    Beim Antrag der Zahnversicherung dürfen Sie Zahnleiden nicht verschweigen. Findet der Versicherer heraus, dass Sie fehlerhafte Angaben gemacht haben, darf er den Vertrag kündigen. Sie müssen dann bereits erfolgte Zahlungen der Versicherung erstatten.

  • Beitrags­berechnung

    Die Versicherer unterscheiden sich darin, wie sie die Beiträge berechnen. Einige Zahnzusatzversicherungen sind daher im Vergleich zu anderen sehr günstig. Die Kosten steigen jedoch mit dem Alter kontinuierlich an. Bei den teureren Anbietern bleibt die Prämienhöhe dagegen vergleichsweise stabil. Erkundigen Sie sich daher im Vorfeld, wie sich der Beitrag im Alter verändert.

Tipp: Legen Sie bei der Wahl Ihrer Zahnzusatzversicherung Wert auf ein auf Sie zugeschnittenes Angebot. Damit gehen Sie sicher, dass Ihre Zusatzversicherung genau zu Ihren Wünschen an den Kostenschutz passt und Sie dafür nicht zu viel bezahlen.