Die Voraussetzungen für die Private Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung (PKV) ist nur bestimmten Personengruppen vorbehalten. Dazu gehören Selbstständige, Freiberufler, Beamte und Studenten. Auch Arbeitnehmer dürfen sich privat versichern, wenn ihr Bruttoeinkommen die Versicherungspflichtgrenze 2016 (56.250 Euro pro Jahr) übertrifft.

PKV Voraussetzungen für bestimmte Berufsgruppen

Die private Krankenversicherung ist für Selbstständige und Freiberufler freiwillig und einkommensunabhängig. Sie können sich jederzeit von der Versicherungspflicht befreien lassen und in die private Krankenversicherung eintreten.
Weitere Informationen für Selbstständige.

Beamte und Beamtenanwärter erhalten vom Dienstherrn eine Beihilfe von mindestens 50 Prozent der Krankheitskosten und müssen den Rest durch eine gesetzliche oder private Krankenversicherung abdecken. Die private Krankenversicherung ist dabei aufgrund spezieller Beamtentarife besonders günstig. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung müssen sie hingegen den vollen Versicherungsbeitrag, also auch den Arbeitgeberanteil, bezahlen. Deshalb entscheiden sich die meisten Beamten für die private Versicherung. Für den Eintritt in die PKV müssen sie keine bestimmten Voraussetzungen erfüllen.
Weiterführende Informationen für Beamte.

Studenten gehören ebenfalls zum Personenkreis, der sich privat versichern kann. Allerdings ist dies nur am Anfang des Studiums möglich. Sie müssen sich in den ersten drei Monaten nach Immatrikulation für die private Krankenversicherung entscheiden, danach sind die Voraussetzungen für einen Wechsel in die PKV nicht mehr gegeben.
Weitere Informationen für Studenten.

Angestellte und Arbeitnehmer sind üblicherweise gesetzlich krankenversichert, können jedoch unter bestimmten Umständen der PKV beitreten. Entscheidend ist hierbei ihr jährliches Einkommen, das über der aktuellen Versicherungspflichtgrenze liegen muss. Im Jahr 2016 gilt ein Bruttojahresverdienst von über 56.250 Euro, den ein Interessent ein Jahr lang erhalten haben muss. Für Berufsanfänger gilt eine Sonderregelung: Wer als Berufseinsteiger ein Angestelltenverhältnis aufnimmt und künftig ein Gehalt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze haben wird, darf sich sofort privat versichern.
Weitere wichtige Informationen für Angestellt, hier!

Tipp

Wer die Voraussetzungen für die private Krankenversicherung nicht erfüllt, hat die Möglichkeit, seinen Versicherungsschutz mit einer Krankenzusatzversicherung zu erweitern. Diese bietet je nach Tarif beispielsweise verbesserte Zahnleistungen oder die Erstattung von Alternativmedizin.

Voraussetzungen PKV

Gesundheitsreform: Voraussetzungen für die PKV erleichtert

Bis Ende 2010 konnte sich ein Arbeitnehmer erst dann in der PKV krankenversichern, wenn das Einkommen drei Jahre lang die Versicherungspflichtgrenze überstiegen hat. Diese Wartefrist wurde durch die Gesundheitsreform vermindert, weshalb ein Wechsel in die PKV deutlich vereinfacht wurde. Ein Arbeitnehmer muss mit seinem Einkommen nun nur noch zwölf Monate in Folge über der Grenze liegen, um in die private Krankenversicherung wechseln zu dürfen.

Private Krankenversicherung: Vorteile für Angestellte

Durch die Gesundheitsreform können mehr Angestellte von den Vorteilen der privaten Krankenversicherung profitieren. Aufgrund der Einkommensgrenze handelt es sich bei den abschlussberechtigten Arbeitnehmern ausschließlich um Gutverdiener. Für diese ist eine gesetzliche Krankenversicherung kostspielig, da sich die Beiträge der GKV am Einkommen orientieren. Bei der privaten Krankenversicherung hingegen sind die Prämien einkommensunabhängig. Daher kann eine private Krankenversicherung für Arbeitnehmer deutlich günstiger sein und dennoch weitaus mehr Leistungen bieten. Ein Wechsel zurück in die gesetzliche Versicherung ist jedoch nicht ohne weiteres möglich. Daher sollte der Austritt aus der Krankenkasse wohlüberlegt sein.

So erfüllen Arbeitnehmer die Voraussetzungen für die PKV

Arbeitnehmer, deren regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt die Versicherungspflichtgrenze übersteigt, werden automatisch versicherungsfrei nach SGB §6 und können somit Kunde der PKV werden. Neben den regelmäßigen Arbeitsentgelten wie Lohn oder Gehalt sind auch Zuwendungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld für die Berechnung des Jahresarbeitsentgeltes relevant. Fast alle Einkünfte, die ein Beschäftigter aus einem Arbeitsverhältnis erzielt, werden zum regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt gezählt. Sie werden dann auf die Jahresarbeitsentgeltgrenze angerechnet, wenn sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mindestens einmal pro Jahr gezahlt werden.

Sonderzuwendungen werden beim regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt auch dann berücksichtigt, wenn sie ohne schriftliche Vereinbarung erfolgen oder aus Gewohnheit vom Arbeitgeber gezahlt werden. Unter anderem zählen auch Gewinnbeteiligungen, pauschale Überstundenvergütung sowie vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers zum Jahresarbeitsentgelt. Nicht angerechnet werden jedoch Prämien für erbrachte Sonderleistungen oder einmalige Bonuszahlungen, die nicht jährlich wiederkehren.

Wer die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet und damit die Wahl zwischen PKV und GKV hat, wird zum gegebenen Zeitpunkt von seinem Arbeitgeber beziehungsweise der Lohnbuchhaltung informiert. Nach Erhalt der so genannten Freimeldung müssen Arbeitnehmer, die in die PKV wechseln wollen, sich selbstständig um einen privaten Tarif bemühen und der GKV innerhalb von zwei Wochen ihren Austritt mitteilen, ansonsten wird für sie automatisch eine freiwillige Krankenversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse fortgeführt.

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