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Streit um Kostenübernahme homöopathischer Behandlungen

08.03.2017 | Autor: Anja Schlicht

Viele gesetzlich Krankenversicherte schätzen es, wenn ihre Krankenkasse für homöopathische Behandlungen aufkommt. Demgegenüber stehen jedoch auch viele Menschen, die nicht an Homöopathie glauben und ihre Krankenkassenbeiträge nicht dafür ausgegeben sehen wollen. Dies spürt aktuell auch die Techniker, die mit einem Tweet die Gemüter erregt.

Techniker Krankenkasse muss sich auf Twitter rechtfertigen

Soziale Medien wie Twitter sind für Unternehmen ein zweischneidiges Schwert. Mit ihnen bauen sie zwar eine Nähe zum Kunden auf. Allerdings reagieren diese auch schnell negativ, wenn sie mit einer Äußerung des Unternehmens nicht zufrieden sind. In diese Situation ist aktuell die Techniker Krankenkasse (TK) geraten. Auf die Frage eines Versicherten auf Twitter, ob die Kasse mit Studien die Wirksamkeit von Homöopathie belegen könne, fragte die TK zurück, ob dieser nicht Studien nennen könne, die die Nichtwirksamkeit von Homöopathie belegen. Dieser Tweet stieß bei vielen Twitter-Nutzern auf wenig Gegenliebe. Einige TK-Versicherte diskutierten im Zuge dessen, warum die Kasse über ihre Versichertenbeiträge für homöopathische Leistungen zahlt, obwohl die Wirksamkeit fragwürdig ist.

Krankenkassen setzen verschiedene Schwerpunkte bei Leistungen

Die TK hat sich in der Zwischenzeit für ihren Tweet entschuldigt. Denoch hält die Diskussion um die Zahlung homöopathischer Leistungen aus den Krankenkassenbeiträgen an. Dabei kann jeder erwachsene gesetzlich Krankenversicherter frei entscheiden, bei welcher Kasse er versichert ist. Ist er mindestens 18 Monate Mitglied, kann er unter Wahrung einer zweimonatigen Kündigungsfrist zum Monatsende zu einer Krankenkasse wechseln, die andere Schwerpunkte in den Leistungen setzt.

Diese sind zwar zu rund 95 Prozent gesetzlich vorgeschrieben. Doch die restlichen fünf Prozent gestaltet jede Krankenkasse selbst. Entsprechend empfehlen sich manche Kassen eher für junge Familien, während andere besser zu den Bedürfnissen von Sportlern oder Anhängern alternativer Heilmethoden passen.

Beste Krankenkasse für alternative Heilmethorden

Focus-Money hat Mitte vergangenen Jahres beispielsweise untersucht, welche Krankenkassen bestimmte Kosten für alternative Medizin im ambulanten Bereich am besten übernehmen. Dazu zählen beispielsweise homöopathische Medizin, Ayurveda und Reflexzonenmassage.

TK wird zusammen mit HEK, Securvita, IKK Brandenburg und Berlin sowie Bergische Krankenkasse mit einer exzellenten Note ausgezeichnet.
Für junge Leute kommen dagegen eher BKK Wirtschaft & Finanzen, DAK-Gesundheit, Schwenninger Krankenkasse sowie erneut TK, HEK und Securvita infrage. Sie bieten beispielsweise gute Bonusprogramme, Leistungen bei Auslandsreisen oder Wahltarife mit finanziellem Vorteil.

Leistungen vergleichen und Krankenkasse mit bestem Preis-Leistungs-Mix wählen

Vergleichsrechner im Internet geben Kassenpatienten die Möglichkeit, die Leistungen der jeweiligen Krankenkassen gegenüberzustellen. Wer nicht möchte, dass mit seinen Beiträgen bestimmte Leistungen finanziert werden, kann sich eine Kasse suchen, die dies nicht oder nur gering macht. Andersherum können Wechselwillige auch eine Krankenkasse wählen, die aus ihrer Sicht wichtige Leistungen bietet. Viele Kassen richten sich dabei eher nach der Beliebtheit bestimmter Kostenerstattungen und nicht nach der Wirksamkeit der Behandlung – wie am Beispiel Homöopathie zu sehen ist.