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Höhere PKV-Beiträge: HUK-Coburg, Pax und DKV drehen an Preisschraube

07.02.2017 | Autor: Anja Schlicht

Die meisten privaten Krankenversicherer haben zum Jahreswechsel ihre Beiträge sowohl für bereits Versicherte als auch für Neukunden anpasst. Bei der HUK-Coburg, der Pax-Familienfürsorge und der DKV folgen die Prämienanpassungen zum 1. März beziehungsweise 1. April 2017. Diese haben es dabei teilweise in sich. Bis zu 40 Prozent mehr könnten manche Privatversicherte bald zahlen.

Bis zu 40 Prozent mehr: Nächster Beitragsschock in der PKV

Die privaten Krankenversicherer HUK-Coburg und Pax-Familienfürsorge passen zum 1. März 2017 ihre Beiträge in einigen Tarifen an. Zum 1. April 2017 folgt die DKV. Von den Beitragserhöhungen sind nicht nur Personen betroffen, sie sich neu für die private Krankenversicherung (PKV) entscheiden. Bei mindestens zwei der drei Anbieter wird es auch bereits Privatversicherte teurer.

Die Preissteigerungen sind dabei nicht unerheblich. Mit bis zu 40 Prozent mehr müssen beispielsweise Kunden der HUK-Coburg rechnen. Dies betrifft dem Portal procontra-online zufolge vor allem Männer mit dem Tarif „A150“ (ambulante Leistungen, Selbstbehalt von 150 Euro). Zudem wird ein großer Teil der versicherten Angestellten und Selbstständigen von den aktuellen Beitragserhöhungen betroffen sein, berichtet VWheute. Wie der Pressesprecher der HUK-Coburg, Holger Brendel, dem Portal mitteilt, werden sich diese im Schnitt bei unter 50 Euro bewegen.

Der Wechsel in einen günstigeren Tarif mit gleichen oder höheren Leistungen beim gleichen Unternehmer wird dabei schwierig. Denn der Versicherer erklärt, solche Tarifkombinationen habe er nicht im Angebot.

DKV passt Prämien zum 1. April 2017 an

Auch beim privaten Krankenversicherer DKV müssen sich Kunden darauf einstellen, dass sie bald via Post über Beitragsanpassungen zum 1. April 2017 informiert werden könnten. Laut dem BAP-Guide der Gewa Comp verteuern sich viele Tarife der alten Bisex-Generation, in der die Höhe des Beitrags noch vom Geschlecht des Versicherten abhängig gewesen ist. Dazu zählen unter anderem die Angebote „BestMed Komfort BM4/0“ und „BestMed Komfort BM4/01“. Wie viel mehr Privatpatienten genau zahlen, steht noch nicht fest. Gleiches gilt für Neukunden. Auch hier sind bisher nur Beitragstendenzen bekannt. Demnach könnte der Tarif „BestMed Komfort BMK/0“ teurer werden.

Teurere PKV-Tarife für Neukunden

Bei der Pax-Familienfürsorge stehen Beitragsanpassungen für Neukunden in verschiedenen Tarifen an. In der Spitze steigen die Prämien um bis 28 Prozent. Während sich beispielsweise „SelectU3 „für Kinder und Jugendliche um 26 Prozent verteuert, zahlen Erwachsene unter anderem für „Eco1“, „Eco3“, „Premium0“ und „Premium1“ mehr.

Ähnlich verhält es sich bei der HUK-Coburg. Auch hier liegen die Beitragssteigerungen für Neukunden teilweise im zweistelligen Prozentbereich. Zu den betroffenen Angeboten zählen „E1“, „E3“, „Komfort0“ und „Komfort1“.

Wieso fallen die PKV-Beitragserhöhungen so deutlich aus?

Steigende Beiträge in der privaten Krankenversicherung haben unterschiedliche Gründe. Die HUK-Coburg begründet die teils drastischen Anpassungen damit, dass erst jetzt die notwendigen Voraussetzungen für eine Beitragsanpassung erfüllt gewesen sind. Gesetzlich ist geregelt, dass die Versicherer erst dann die Prämien ändern dürfen, wenn bestimmte Schwellenwerte bei gestiegenen medizinischen Kosten und der Lebenserwartung erreicht sind.

Diese Regulierung führt dazu, dass die Anbieter teilweise jahrelang keine Anpassungen vornehmen können und der Beitrag dann sprunghaft steigt. Der PKV-Verband appelliert daher für die Möglichkeit, die Beiträge regelmäßig anpassen zu können.