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Debeka senkt 2018 Beiträge von mehr als einer Million Versicherten

23.08.2017 | Autor: Anja Schlicht

Deutschlands größte private Krankenversicherung, Debeka, hat für 2018 Beitragssenkungen im Schnitt von 1,5 Prozent für rund 1,2 Millionen Versicherte angekündigt. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Analyse, dass der Versicherer im vergangenen Jahr die meisten neuen Kunden gewinnen konnte.

„Für viele Versicherte sinken die Beiträge etwas“

Noch ist der Jahreswechsel weit entfernt. Doch schon jetzt gibt es positive Nachrichten für mehr als eine Million Kunden der Debeka mit einer privaten Krankenvoll- oder Krankenzusatzversicherung. Denn für sie sinken die Beiträge um durchschnittlich 1,5 Prozent. „Nach einem Jahr mit relativ hohen Beitragsanpassungen werden im kommenden Jahr für viele Versicherte die Beiträge wieder etwas sinken. Entgegen vieler Vorurteile gibt es auch so etwas in der privaten Krankenversicherung“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Debeka, Uwe Laue.
Er verweist zudem auf die gesetzlichen Vorgaben, wonach die Versicherer ihre Preise nur nach dem Überschreiten fester Grenzen regulieren können. Wäre eine zeitnahe Anpassung möglich, könnten die Beitragserhöhungen in moderaten Schritten erfolgen. Für 2018 wird die Debeka bei rund 125.000 Versicherten den Beitrag anpassen. Im Schnitt geht es etwa drei Prozent nach oben, wobei hauptsächlich Verträge für Kinder betroffen sind.

Beitragsanpassungen der Debeka auf GKV-Niveau

Die Debeka macht darüber hinaus darauf aufmerksam, dass die Beitragsanpassungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf dem gleichen Niveau wie beim privaten Krankenversicherer liegen. So betrug die Erhöhung bei den gesetzlichen Krankenkassen seit 1997 im Schnitt 2,6 Prozent. Den gleichen Wert weist die Debeka beim Blick auf die mittleren Beitragserhöhungen der PKV-Versicherten auf. „Betrachtet man die letzten zehn Jahre, lagen die Steigerungen der PKV-Versicherten sogar unter denen der GKV“, so das Unternehmen.
Versicherer zahlt an 420.000 Mitglieder Beiträge zurück
Das Unternehmen gab auch bekannt, dass mehr als 400.000 Versicherte bis zu drei Monatsbeiträge zurückerhalten. Sie haben sich für einen Tarif mit Beitragsrückerstattung entschieden. Reichen sie innerhalb eines Jahres keine Rechnungen beim Versicherer ein, erhalten sie Geld zurück. Die Debeka zahlt im Zuge dessen Anfang September rund 360 Millionen Euro aus. Fast jedes fünfte Mitglied erhält einen Teil seines Beitrags zurück, so das Unternehmen.

Debeka verbucht den größten Kundenzuwachs

Vergleichsweise moderate Beitragsanpassungen und Tarife mit Beitragsrückerstattungen scheinen von Personen, die in die private Krankenversicherung wechseln wollen, nicht unbemerkt zu bleiben. Zumindest konnte die Debeka im vergangenen Jahr die meisten neuen Privatversicherten für sich gewinnen. Wie eine Analyse des Branchendienstes Map-Report zeigt, verzeichnet der Versicherer ein Plus von knapp 33.000 Mitgliedern. HanseMerkur (rund 7.500 Personen) und HUK-Coburg (rund 4.500 Personen) belegen beim Kundenzuwachs die Plätze 2 und 3. Das größte Minus muss DKV mit circa 19.000 Versicherten weniger verdauen.