Gesetzliche Krankenkassen – Unterschiede der GKV Anbieter im Überblick

Die gesetzliche Krankenversicherung soll Kassenpatienten eine gute Grundversorgung gewährleisten. Allerdings leisten die meisten Kassen mehr als gesetzlich vorgeschrieben ist. Während die eine Kasse dabei den Fokus auf die erhöhte Erstattung von naturheilkundlichen Behandlungen setzt, zahlt ein anderer Anbieter der gesetzlichen Krankenversicherung eher für Zahnprophylaxe. Neben den Leistungsunterschieden verlangen die Kassen zudem einen kassenindividuellen Zusatzbeitrag. Abhängig vom eigenen Einkommen und den Beitragsunterschieden ergibt sich hierbei ein Einsparpotential von bis zu mehreren hundert Euro pro Jahr.

Die größten gesetzlichen Krankenkassen:

Mehr als hundert Krankenkassen: Unterschiede bei den Leistungen

Die rund 120 gesetzlichen Krankenkassen leisten für Mitglieder und Versicherte die sogenannte Regelversorgung. Damit sind die wichtigsten medizinischen Maßnahmen abgedeckt, so dass Kassenpatienten notwendige Behandlungen, Medikamente und Hilfsmittel erhalten, ohne dadurch in eine finanzielle Schieflage zu geraten. Zwar müssen beispielsweise zu Medikamenten oder physiotherapeutischen Behandlungen Zuzahlungen geleistet werden. Diese sind jedoch gedeckelt, so dass selbst chronisch Kranke nicht überlastet werden. Neben der Regelversorgung können die einzelnen Krankenkassen allerdings zusätzliche, freiwillige Leistungen anbieten. Kassenpatienten, die nach einem neuen Anbieter suchen, sollten sich erkundigen, welche Krankenkasse ihnen bessere Leistungen bietet.

Gesetzliche Krankenversicherung: Auch auf den Beitrag achten

Seit einiger Zeit spielt auch der Beitrag zur Krankenkasse wieder eine wichtige Rolle beim Krankenkassenvergleich. Denn während der Kassenbeitrag einige Jahre praktisch einheitlich war und sich maximal durch einen pauschalen, zusätzlichen Beitrag unterschied, dürfen Krankenkassen seit dem Jahr 2015 einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag neben dem Grundbeitrag von 14,6 Prozent erheben. Derzeit verlangen die Krankenkassen bis zu 1,7 Prozent (Stand 2016), doch Experten vermuten, dass die zusätzlichen Beiträge aufgrund steigender Ausgaben erheblich steigen dürften. Insbesondere gesetzlich Versicherte mit einem mittleren oder sehr guten Einkommen können durch die Wahl eines besonders günstigen Anbieters monatlich spürbar sparen.

Worauf gilt es bei der Auswahl der Krankenkasse zu achten?

Viele Krankenkassen bieten verschiedene Zusatzleistungen an, um neue Kunden zu werben. Allerdings sollten Kassenpatienten wissen, dass diese Leistungen nicht vertraglich garantiert sind wie etwa bei der privaten Krankenversicherung. Denn die zusätzlichen Leistungen bei den Krankenkassen bleiben freiwillig. Das bedeutet, die Krankenkasse hat jederzeit die Möglichkeit, Zusatzleistungen zu streichen, wenn diese beispielsweise zu teuer geworden sind und die Kasse sparen muss. Jedoch gilt dieser Schritt immer für alle gesetzlich Krankenversicherten der entsprechenden Krankenkasse. Das bedeutet, dass Leistungszusagen und Leistungskürzungen niemals nur einzelne Versicherte betrifft, sondern alle Mitglieder der jeweiligen Kasse.

Fazit: Beim Krankenkassenvergleich ist es ratsam, auf den Versicherungsbeitrag und die angebotenen Zusatzleistungen zu achten. Darüber hinaus gibt es bei vielen GKV Anbietern Bonusprogramme und Wahltarife, mit denen sich beispielsweise durch die Teilnahme an Präventivmaßnahmen und Sportkursen attraktive Prämien sichern lassen.

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