EHEC - Newsticker

EHEC Newsticker

Die in Deutschland grassierende Epidemie des EHEC-Erregers verunsichert die Bevölkerung sorgt für zunehmende Besorgnis bei Experten. Dabei hat die Entwicklung, die sich in den letzten Tagen zugespitzt hat, eigentlich relativ harmlos begonnen. Hier der Versuch, die Geschehnisse rund um die Durchfallerkrankung, das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) und den EHEC-Erreger chronologisch aufzuarbeiten.

Aktueller Stand der Ereignisse

5. Juli

Nach Behördenangaben ist die EHEC Epidemie aufgeklärt. Die ägyptischen Sprossen sind der Auslöser der EHEC Epidemie gewesen.

 

EHEC News in chronologischer Reihenfolge

4. Juli

Das BfR bestätigt Ägypten als wahrscheinlichen Ursprung des EHEC Erregers. Der niedersächsische Sprossenbetrieb, vom dem aus sich die EHEC Bakterien in Deutschland verbreiteten, importierte die Sprossen aus Ägypten.

Unterdessen sind sich Experten sicher, dass der gefährliche Erreger in Zukunft häufiger auftauchen wird. Ziel sei es jetzt, sich auf eine mögliche Rückkehr so gut es geht vorzubereiten.

1. Juli

Im Kreis Paderborn, wo eine Schule bereits wegen EHEC-Verdachts geschlossen wurde, beginnen die Behörden mit EHEC-Massentests. Fast 1000 Menschen werden untersucht, die meisten davon sind Kinder und Senioren.

Unterdessen gibt es eine neue Spur zum Ursprung des Erregers. Internationale Forscher vermuten,dass Bockshornkleesamen aus Ägypten die Auslöser für die EHEC-Epidemie in Deutschland und Frankreich sein könnten.

29. Juni

Nachdem die EHEC-Neuerkrankungen zurückgegangen sind, entspannte sich die Situationen bzgl. der Krankenheiten. Jetzt die neue Hiobsbotschaft: Eine Schule musste von den Behörden wegen Verdacht auf EHEC für eine Woche geschlossen werden. Kommt es nun zu einem erneuten Ausbruch?

22. Juni 2011

Die EHEC Neuerkrankungen gehen nun zurück. Nur noch vereinzelne Fälle werden bekannt. Experten konnte bisher noch immer nicht nachweisen, woher der Erreger in dem kleinen hessischen Bach stammt.

In Norddeutschland beginnt die Diskussion, wer die zusätzlichen hohen Kosten, die den Krankenhäusern während der Epidemie entstanden sind, übernimmt.

20. Juni 2011

Experten bestätigen: Waschwasser ist verantworlich für den letzten EHEC Fund auf Gemüse in Frankfurt. Der aggressive Erreger wurde in einem kleinen Bach nördlich von Frankfurt nachgewiesen. Eine Verseuchung des Trinkwasser schliessen die hessichen Behörden aus, da keine Verbindung zwischen dem belasteten Bach und Trinkwasserversorgung besteht.

16. Juni 2011

Neuer EHEC Fund in einem Frankfurter Gemüsebetrieb: Auf Salatblättern wurde der EHEC Erreger entdeckt. Vermutlich wurde dieser durch das Waschwasser übertragen.

Die Zahl der Toten steigt weiter: Inzwischen sind 38 Menschen an dem gefährlichen EHEC-Erreger gestorben. 

15. Juni 2011

In Deutschland steigt die Zahl der Opfer durch EHEC auf 37. Letztes Opfer ist ein zweijähriger Junge aus Celle. Trotz der einheitlichen Expertenmeinung, dass Sprossen die Auslöser der EHEC Erkrankung sind, werden diese auch weiterhin verkauft.

Betroffene Gemüsebauern können zumindest etwas aufatmen. Die EU genehmigte Entschädigungen für die Einnahmeverluste der Bauernhöfe in Höhe von 210 Millionen Euro und wird damit 50% der Ausfälle ersetzen.

14. Juni 2011

Obwohl Experten bereits eine Entwarnung für den Verzehr von Salat, Gurken und Tomaten gegeben haben, wurde der EHEC Keim nun auf einem Salatblatt in Bayern gefunden. Bisher ist unklar, um welchen EHEC - Erregertyp es sich handelt.

Trotz eines Rückgangs der Neuinfizierten in Deutschland, berüchten Experten einen Organmangel, da ca. 100 der EHEC - Patienten neue Spendernieren benötigen werden.

13. Juni 2011

In Deutschland sind mind. 35 Personen an den Folgen des EHEC-Erregers gestorben. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät nun auch dazu auf, den Verzehr von selbstgezogenen und rohen Sprossen zu meiden. Zum ersten Mal sprechen Gesundheitsexperten auch von dauerhaften Folgeschäden für EHEC-Infizierten.

10. Juni 2011

Gesundheitsbehörden ziehen ihre Warnung zurück: Gurken, Tomaten und Salat können wieder gegessen werden. Das Robert-Koch-Institut bestätigt nun doch, dass Sprossen die Auslöser für EHEC-Infektionen sind. Eine Übertragung des Erregers ist nach Ansicht der Wissenschaftler auch durch Menschen möglich.

9. Juni 2011

In einer Mülltonne wurde in einer älteren Gurke nun eine mutierte Form des EHEC-Erregers gefunden. Ob diese jedoch bei der Suche nach der Quelle des Erregers zu gebrauchen ist, bleibt fraglich. Unterdessen leiden immer mehr Gemüsebauern an den wirtschaftlichen Folgen. Der Markt für Rohkost ist zusammengebrochen und die Ernten müssen teilweise wieder vernichtet werden.


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