Private Krankenversicherung für Angestellte und Arbeitnehmer

Angestellte beim lächeln

Angestellte und Arbeitnehmer sind grundsätzlich versicherungspflichtig und damit gesetzlich krankenversichert. Überschreiten sie jedoch mit ihrem Bruttoeinkommen die Versicherungspflichtgrenze, dürfen Angestellte in die PKV wechseln. Hier zahlen sie oft geringere Beiträge und erhalten bessere medizinische Leistungen.

Wichtiges zur Versicherungspflichtgrenze

Angestellte gehören für gewöhnlich nicht zu dem Personenkreis von Versicherungsnehmern, die sich privat versichern dürfen. Liegen sie allerdings mit ihrem Bruttoeinkommen regelmäßig über der Versicherungspflichtgrenze, haben auch sie die Möglichkeit der Wahl.

Diese Einkommensgrenze liegt im Jahr 2012 bei 50.850 Euro jährlich. Wer also mehr als 4.238 Euro im Monat verdient, kann sich von der Versicherungspflicht befreien lassen und in die private Krankenkasse wechseln. Kündigen sollte man seine gesetzliche Versicherung jedoch erst, wenn die Aufnahme in die Versicherung von der privaten Gesellschaft schriftlich bestätigt wurde, um zu jeder Zeit richtig versichert zu sein.

Vorteile für Angestellte beim Wechsel

Der Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung hat für Arbeitnehmer und Angestellte mit einem Verdienst über der Versicherungspflichtgrenze viele Vorteile. Denn während sich in der Gesetzlichen die Beiträge nach dem Bruttoeinkommen des Versicherungsnehmers richten, werden sie in der Privaten für jeden Einzelnen kalkuliert.

In die Beitragsberechnung werden persönliche Faktoren wie das Alter, das Geschlecht und der Gesundheitszustand der zu versichernden Person einbezogen. So können Gutverdiener oft günstig einen hochwertigen Versicherungsschutz erhalten, während sie in der gesetzlichen Kasse Höchstbeiträge für Basisleistungen zahlen.

Kosten und Leistungen abwägen
Inwiefern sich eine private Krankenversicherung für Angestellte lohnt, hängt immer von mehreren Faktoren ab. Da die Beiträge der PKV vor allem auf dem Alter und dem Gesundheitszustand des Versicherten beruhen, ist für ältere und gesundheitlich instabile Angestellte die Gesetzliche oft die bessere Option. Zudem müssen Sie bei einem hohen Eintrittsalter oder gesundheitlichen Beschwerden mit Ausschlüssen bestimmter Leistungen rechnen. Ob die private oder die gesetzliche Option in Ihrem Fall sinnvoller ist, erfahren Sie beim Beratungsgespräch mit einem Experten.

Auch Angestellte, die Kinder haben, müssen Kosten und Leistungen besonders abwägen.
Kinder können nur dann bei einer privaten Krankenversicherung versichert werden, wenn einer der Elternteile ebenfalls bei einem privaten Anbieter versichert ist. Zu beachten ist hierbei, dass bei der privaten Krankenversicherung für jedes Kind ein eigener Beitrag erhoben, dessen Höhe je nach Leistung variiert. Damit ein Kind privat versichert werden kann, muss mindestens ein Elternteil ebenfalls in der Privaten sein.

Versicherungspflichtige Angestellte können ihre Kinder beitragsfrei bei einer gesetzlichen Krankenkasse mitversichern. Jedoch erhalten die Kinder dort nur den allgemeinen medizinischen Grundschutz.

In der gesetzlichen Krankenversicherung können Angestellte ihre Kinder bis zum 25. Lebensjahr kostenlos mitversichern, sofern die Kinder kein eigenes Einkommen über 400 Euro im Monat haben.